Neues aus Uetikon

Uetikon vor historischen Veränderungen

Die Vision Uetikon 2020 weiter entwickeln

Die Lobby für Uetikon begrüsst den Entscheid der Zürcher Regierung ausserordentlich, das Areal auf dem Gelände der Chemie Uetikon in die öffentliche Hand zu überführen. Nach ziemlich genau 200 Jahren Schweizer Industriegeschichte geht damit ein Kapitel zu Ende. Ein neues wird aufgeschlagen und auf dem 65000 Quadratmeter grossen Grundstück eröffnen sich neben dem Aufbau eines Gymnasiums und neben dem direkten Seezugang für die Bevölkerung viele weitere neue Perspektiven.

Das Dorf Uetikon wird sich verändern und seinem Namen am See gerechter werden. Das Grundstück am See ist aber nicht das einzige Entwicklungsgebiet in Uetikon. Die Lobby für Uetikon hat bereits vor einem Jahr unter dem Titel „Uetikon 2020“ die wichtigsten Entwicklungs-Hotspots aufgelistet. Es sind dies: die Riedstegwiese, auf der ein Container-Provisorium für rund 500 Schüler/-innen vorgesehen ist; die Nutzung der Parzellen beim alten Gemeindehaus, wie auch die Entwicklung des Dorfzentrums und schliesslich stehen die Überbauung des Birchweid- und die Neugestaltung des Bahnhofareals an. Es gilt, die Entwicklungen am See und im Dorf, wo immer möglich und sinnvoll, aufeinander abzustimmen.

Die Veränderungen am See und im Dorf sind mit finanziellen Folgen verbunden. Die Lobby für Uetikon unterstützt ausdrücklich das Angebot des Kantons, dass Uetikon die Hälfte des Grundstücks am See erwerben kann. 
Angesichts der vielen Chancen, die sich am See und im Dorf ergeben, ist eine langfristige Finanzbeurteilung angezeigt. Das Potenzial der Parzelle am See für die künftige Entwicklung der Gemeinde rechtfertigt durchaus eine Investition in die Zukunft, die nicht notwendigerweise aus laufenden Mitteln finanziert werden muss.

Die Lobby für Uetikon ist bereit an der Zukunft des Dorfes mitzudenken und Uetikon voranzubringen. Sie hat deshalb zu den verschiedenen Entwicklungsgebieten in den letzten Monaten kurze Videos gedreht – mit dem Ziel Denkanstösse zu vermitteln und Visionen für Uetikon 2020 aufzuzeigen.

Moratorium für die Gemeindehausparzelle als Teil der Vision 2020

Die Riedstegwiese – Potenzial im rahmen der Vision 2020 mit vielen offenen Fragen

Vision 2020: Ein Bahnhof, der die Menschen willkommen heisst

Die Jahrhundertchance mit dem Chemiepark mit der Vision 2020 ausschöpfen

Vor Jahren wurde ein partizipativer Dorfentwicklungsprozess angestossen; allerdings war damals noch nicht die Zeit, die grossen Fragen zu entscheiden. Jetzt gilt es, diesen Ball aufzunehmen und den Prozess im Rahmen von Vision 2020 fortzuführen. Die Lobby für Uetikon ist überzeugt, dass nur mit offener Kommunikation, Transparenz und der Mitbestimmung der Bevölkerung die Veränderungen am See und im Dorf gelingen werden.

Ein Dorfzentrum, das seinen Namen verdient

Viele Dörfer am Zürichsee haben aus historischen Gründen kein ausgeprägtes Zentrum. Das gilt auch für Uetikon. Ein Dorfzentrum, auf dem man sich wohl fühlen kann, ist aber ein wichtiges Element einer Gemeinde. Es gibt Orientierung, lädt ein zu Veranstaltungen und zieht Gewerbe und Dienstleistungsbetriebe an. So wird das Zentrum nach und nach belebt und schafft einer Gemeinde Identität.

Die Birchweid als eine Art Visitenkarte der Gemeinde

Die Birchweid ist eine Art Visitenkarte der Gemeinde. Das idyllische Bild mit Rebberg und Kirche im Hintergrund findet sich auf vielen offiziellen Drucksachen der Gemeinde. Dieser Dorfteil im Privatbesitz ist aber gleichzeitig auch begehrtes (und geeignetes) Bauland – dank Bahnhofsnähe, Nähe zu Einkauf und Gemeindehaus und unverbauter Sicht. Bei einer allfälligen Überbauung ist genau dieser Gratwanderung aber entsprechend Rechnung zu tragen.

 

 

Ein Kinderparadies der Effizienz geopfert

In der Ausgabe vom 26. März hat die Zürichsee-Zeitung unter dem Titel «Tagesbetreung kommt unter ein Dach» über einen Entscheid des Uetiker Gemeinderats berichtet. Dazu hat Andreas Natsch als aktives Mitglied der Lobby für Uetikon einen interessanten Leserbrief verfasst, den wir gerne auch in diesem Blog veröffentlichen möchten.

Leserbrief von Andreas Natsch

In Uetikon durften in den vergangenen gut zehn Jahren Hunderte von Kindern im Alter von circa fünf bis sieben Jahren die Tagesbetreuung Puzzle 1 besuchen, ein wunderschönes Haus mit gemütlichen Spielzimmern, einem Keller zum Rumtoben und einem verwunschenen Garten, in dem man auch mal richtig dreckig werden konnte – kurz: ein Kinderparadies!

Nun wird die Tagesbetreuung konzentriert. Alle Kinder vom Chindsgi bis zur Sek werden in einem ausgedienten Schulhaus untergebracht, als einziger Aussenraum dient der geteerte Pausenplatz. Das ist keine katastrophale Lösung. Wie so oft jammern wir auf hohem Niveau. Aber es ist ein grosser Verlust: Ein traumhaftes Kinder-Biotop wird geopfert. Diese Veränderung wird mit Effizienz, Synergie, pädagogischem Konzept schöngeredet.

Oder geht es dabei nicht um etwas ganz anderes? Der Gemeinderat wollte unlängst die Liegenschaft Puzzle verkaufen, damit dort eine Überbauung entstehen könnte. Die Gemeindeversammlung hat diesen Verkauf abgelehnt. Somit bestünde kein Grund zum überstürzten Umzug. Nun will der Gemeinderat dieses Land im Baurecht abgeben, und zwar, um die selbe Überbauung zu ermöglichen, die an der GV abgelehnt wurde. Ob die GV dieser Idee zustimmen wird, ist fraglich. Und wenn ja, dann könnte man Puzzle 1 später immer noch zügeln. Wieso schafft man mit dem Umzug der Kinderbetreuung Tatsachen, bevor über die Zukunft der Gemeindehausparzellen entschieden ist? Damit bei der Abstimmung nicht ein paar Eltern um ein Kinderparadies trauern?

Liebe Eltern, ich würde euren Kindern das kleine Paradies gönnen, das meine Kinder vor zehn Jahren geniessen durften – die paar Steuerfranken wären es mir wert.

Andreas Natsch, Uetikon

Medienmitteilung Uetikon 2020

Weichen werden neu gestellt: eine „Vision für Uetikon 2020“ ist nötig

Die Lobby für Uetikon, eine unabhängige Plattform für ein lebens- und umweltfreundliches Uetikon, ist überzeugt, dass in den kommenden fünf Jahren entscheidende Weichen für die Entwicklung des Dorfes gestellt werden. Schon heute zeichnet sich ab, wo sich das Gesicht der Gemeinde in wenigen Jahren markant verändern könnte. (mehr …)

Im Eltern-Kind-Zentrum Uetikon auf Besuch

Noch vor den Ferien war ich im Memory zu Besuch. Es war Dienstagvormittag und etwa ein Dutzend 1- bis 4-Jährige krabbelten, kletterten, lachten und strahlten im hellen, sauberen Lokal des Eltern-Kind-Zentrums. Mitten drin Edith Bucher von der Sozialkommission und zwei weitere Frauen, die an diesem Morgen freiwillig das Hüten übernommen hatten. Die meisten Mütter, welche sich für gut zwei Stunden von ihren Kindern verabschiedet hatten, besuchten an diesem Morgen einen Vortrag über die speziellen Bedürfnisse von Buben. (mehr …)