Aktivitäten der Lobby

Einladung zur Lobby-Vereinsgründung

Am 28. Januar 2014 ist die Lobby für Uetikon mit dieser Website erstmals an die Öffentlichkeit getreten. Wir haben uns damals präsentiert als eine lose Gruppe von engagierten UetikerInnen mit und ohne Parteibuch, die sich aktiv für ein lebens- und umweltfreundliches Uetikon einsetzen – für eine Gemeinde mit hoher Lebensqualität, attraktiven Erwerbsmöglichkeiten und einem regen Dorfleben. Seither haben wir uns ganz ohne traditionelle Strukturen in all diesen Bereichen aktiv mit einer Reihe wichtiger Projekte der Gemeinde auseinandergesetzt und dabei auch sehr viel erreicht.

Nun wird es Zeit, der Lobby eine Struktur zu geben.

Am Mittwoch, 14. April 2021 um 20.00 Uhr werden wir daher im Rahmen einer Gründungsversammlung den Verein „Lobby für Uetikon“ aus der Taufe heben – natürlich im Rahmen einer Zoom-Konferenz online, wie es sich gehört.

Dabei werden wir die Statuten (hier als PDF herunterladen) genehmigen, einen Vorstand wählen und an unseren Bildschirmen gemeinsam auf eine erfolgreiche Zukunft der Lobby in der neuen Form anstossen. Anschliessend werden wir uns mit dem Gestaltungsplan am See befassen.

Zu dieser Gründungsversammlung sind alle  engagierten UetikerInnen eingeladen, die sich für ökologische, soziale und kulturelle Anliegen in der Gemeinde einsetzen  wollen.

Wünschen Sie einen Einladungslink zum Zoom-Meeting, so schreiben sie bitte eine E-Mail an Andreas Natsch.

Die Gemeindehausparzellen wieder im Focus

Die Lobby begrüsst die Auslegeordnung die mit der die Gemeinde Uetikon ihre Portfoliostrategie Liegenschaften diese Woche präsentiert hat. Der Gemeinderat schreibt: „Desinvestitionen müssen Teil der Diskussion (auch der politischen) bleiben. Im Fokus stehen die Parzellen des alten Gemeindehauses, das Trautheim, die Liegenschaft an der Bergstrasse 137 (alte Post) und die Bergstrasse 97.“ 

Begründet wird dies mit der Überlegung, dass das Finanzvermögen der Gemeinde Uetikon am See im Verhältnis zur Grösse der Gemeinde sehr hoch sei, und es mit dem Kauf des Areals am See ein Mass angenommen habe, das langfristig nicht haltbar sei. 

Ein Grossteil des Landes am See wird verkauft oder zu Park umgestaltet werden und bleibt somit nicht im Finanzvermögen. In der Tat bleiben der Gemeinde am See aber strategisch wichtige Gewerbeliegenschaften (Werkstattgebäude und Verwaltungsbau). 

Das Argument, dass unsere Gemeinde für dieses Liegenschaftsportfolio zu klein sei, sollte vielleicht in fünf Jahren neu beurteilt werden – mit der Birchweid und dem Seeareal alleine wird die Gemeinde in den nächsten 5 Jahren um ca. 1000 Bewohner wachsen, und auch mit der Einzonung in der Reservezone, wie letzte Woche angekündigt, bleibt der Gemeinderat auf Wachstumskurs. Dabei ist die Verdichtung nach innen noch nicht eingerechnet, die in allen Einfamilienhaussiedlungen an der Goldküste beim Erbfall im Moment stattfindet, in Uetikon aber noch nicht voll eingesetzt hat. 

Unter dieser Optik ist es fraglich, ob die zentralsten Parzellen der Gemeinde tatsächlich als Desinvestitionsobjekte in die Strategie gehören, insbesondere nachdem die Gemeindeversammlung sowohl Verkauf als auch Abgabe im Baurecht wuchtig abgelehnt hat. Öffentliche Aufgaben werden auch in Zukunft öffentliches Land im Herzen der Gemeinde benötigen – und so wollen wir es mit den Worten von Mark Twain halten: „Kauft Land, es wird kein neues mehr gemacht!“. Ein Zuruf, im 19. Jahrhundert in einem fast leeren Nordamerika gesagt – der an der Goldküste des 21. Jahrhunderts nicht besser passen könnte.

Uetikons Gemeindeordnung soll die Zukunft meistern

Im Rahmen der Vernehmlassung für die Revision unserer Gemeindeordnung hat die Lobby eine Reihe von Vorschlägen eingebracht. Der Trend zur schlankeren Verwaltung und zu professionelleren Gemeindeorganen soll nicht auf Kosten der Mitbestimmung der Bürgerinnen und Bürger gehen. 

Deshalb hat die Lobby zu insgesamt sieben zentralen Aspekten ihre Meinung abgegeben:

  • Die Sozialkommission soll weiterhin als gewählte eigenständige Kommission geführt werden. Es geht in dieser Kommission nebst der Umsetzung der SKOS-Richtlinien um zentrale Themen wie die Gestaltung der Jugend-, der Eltern- und Kindarbeit, der Alters- und Flüchtlingsarbeit.
  • Die Finanzkompetenz des Gemeinderates beim Verkauf von Liegenschaften soll bei 1.5 Mio bleiben und nicht auf 3 Mio erhöht werden. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass sich an Gemeindeversammlungen eher nachhaltige Entscheidungen gegen überstürzte Liegenschaftsverkäufe durchsetzen.

Zwei wichtige Bereiche für die Dorfentwicklung sollen durch eigene, dem Gemeinderat unterstellte Kommissionen bearbeitet werden:

  • Im Entwurf der Gemeindeordnung werden zentrale Nachhaltigkeitsthemen nicht berührt. Das Bekenntnis zur Energiestadt Uetikon soll deshalb durch eine Aufwertung der bisherigen Arbeitsgruppe Umwelt zur Kommission ‚Umwelt und Energie’ sichtbar gemacht werden. Diese soll dem gesamten Gemeinderat jährlich über erzielte und geplante Veränderungen rapportieren.
  • Die Gemeinde unterstützt bereits kulturelle Belange. Mit der Ernennung einer Kulturkommission soll Transparenz geschaffen und das Angebot verbreitert werden. Mit dem Projekt Chance Uetikon wird die Gemeinde zu einem regionalen Kulturhotspot (Seeaula der Kantonsschule, Kulturräume im Düngerbau). Diese Entwicklung soll mit der Kulturkommission begleitet und gestaltet werden.

Die Rekrutierung der Mitglieder der dem Gemeinderat unterstellten Kommissionen soll transparent erfolgen (Bewerbungsfristen, Auswahl). Dies erhöht die Motivation der Bürger*innen, sich zu bewerben.

Die Lobby schlägt vor, einen Leiter Bildung nicht fest in der Gemeindeordnung zu verankern, sondern nur die Möglichkeit zu schaffen. Mit einer Kann-Formulierung besteht die Möglichkeit flexibler auf Veränderungen/Notwendigkeiten in der Schule zu reagieren, und den Trend zu flachen Hierarchien allenfalls aufzunehmen und die Bürokratie zu reduzieren.

Die Lobby stellt sich hinter die RGPK (Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission) Variante 3, welche abgeschlossene und laufende Geschäfte prüft, um das Mehraugenprinzip bereits in der Entwicklungsphase von Projekten sicherzustellen. 

Eine Übersicht über die Änderungen der Gemeindeordnung, die der Gemeinderat am 17. Dezember 2020 in die Vernehmlassung gegeben hat, finden Sie auf der Website der Gemeinde.

Faire Ausgleichszahlungen für die Qualität des Projektes „Chance Uetikon“

Der Gestaltungsplan der Gemeinde wurde vor 10 Tagen publiziert. Der Kanton wird seinen Plan im nächsten Monat festsetzen. 

Die in den Gestaltungsplänen festgelegten Bauvolumina und die geplanten Nutzungen werden die Höhe der Ausgleichszahlung bestimmen , welche die Gemeinde dem Kanton schuldet. Die Lobby ist überzeugt, dass die geplante Nutzungsaufteilung das vereinbarte Ausgleichszahlungsmodell in Schieflage bringt – die Ausgleichzahlung für die Gemeinde könnte bis zu 35 – 40 Mio oder mehr betragen!

  • Der Kanton bringt 2000 Schüler unter – bei Kaufvertrag waren 1000 geplant.
  • Dieser Zusatznutzen wird im Wertausgleich nicht berücksichtigt!
  • Im Gegenteil: Durch diese Nutzung sinkt der Wert des Kantonslandes, was die Ausgleichszahlung der Gemeinde in die Höhe treibt!

Meinung der Lobby:

  • Die von der Lobby eingereichte Initiative teilt das Gebiet auf – Wohnzone West, Zentrumszone Mitte.
  • Die Ausgleichszahlungen für die Wohnzone im Westen sind gerechtfertigt (Geschätzt: 24 Mio).
  • Ausgleichszahlungen Mitte sind nicht fair – Kanton hat einen grossen Mehrwert (1000 zusätzliche Schüler) Dieser Wert sollte an den Wert der Parzellen der Gemeinde gegengerechnet werden.
  • Für die Mitte rechtfertigen sich wesentliche Ausgleichszahlungen für die Gemeinde nicht.

Kanton muss nochmals fair mit Gemeinde verhandeln

Eine zu hohe Ausgleichszahlung durch die Gemeinde gefährdet die Qualität des Projektes! Es fehlen dann die Mittel für Investitionen in den öffentlichen Raum (Park, Düngerbau).

B2 und B3 (grün: Gemeinde) sind im Wertausgleich zu hoch bewertet (Lärm, keine Sicht, Gewerbebauten); im Düngerbau (grün: Gemeinde) sind hohe Inventionen zu erwarten. Die Toplage C1 (blau: Kanton) wird für Schule genutzt und mit nur CHF 1’500/m2 bewertet.

Die Parzellen der „Mitte“: Blau die Bauten Kanton, grün die Bauten Gemeinde. Durch die Abwertung (Nutzung eines hochwertigen Geländeteils als Schule) auf Kantonsland steigt die Ausgleichszahlung für die viel schlechteren Parzellen der Gemeinde.

Qualität statt übertriebener Dichte

Mit der Einzelinitiative „Dichtes Quartier am See“ will die Lobby für Uetikon sicherstellen, dass im Gebiet von Chance Uetikon die Bebauungsdichte definiert wird und nicht die Dichte 7.5 erreicht. Sie will, dass im kommunalen Zonenplan für dieses Gebiet eine Wohnzone mit Gewerbeerleichterung WG 6.0 festgelegt wird. Damit bekennt sich dieLobby für ein stark verdichtetes Quartier, das aber eine minimale Qualität beibehält und den Park am See nicht erdrückt.

Am 29. Mai 2020 publizierte der Gemeinderat Uetikon am See die öffentliche Auflage über den kommunalen öffentlichen Gestaltungsplan «Ein lebendiges Quartier am See» sowie über die damit zusammenhängende kommunale Teilrevision der Richt- und Nutzungsplanung. Gleichzeitig informierte der Kanton über den Beginn der öffentlichen Auflage seines öffentlichen Gestaltungsplans «Kantonsschule am See». 

In der gleichzeitig öffentlich aufliegenden Teilrevision der kommunalen Richt- und Nutzungsplanung schlägt der Gemeinderat auf dem künftigen Gemeindeland eine Zonierung als Zentrumszone 6.0 vor.

In der Information vom 2. November 2020 teilte der Gemeinderat mit, dass die Zentrumszone im revidierten Vorschlag für die kommunale Richt- und Nutzungsplanung nun nicht mehr mit einer Baumassenziffer versehen wird.

Das Initiativbegehren

Die Bau- und Zonenordnung soll angepasst werden: Die auf dem Areal der ehemaligen Chemischen Fabrik Uetikon geplante Wohnüberbauung in den Baufeldern A1 – A4(gemäss Entwurf Gestaltungsplan „ein lebendiges Quartier am See“) soll im Zonenplan als eine Wohnzone mit Gewerbeerleichterung WG 6.0 mit einer verbindlichen, maximalen oberirdischen Baumassenziffer von 6.0 festgelegt werden, um eine dichte und qualitativ hochwertige Bebauung zu ermöglichen. 

Artikel 14 der Bau- und Zonenordnung wird ergänzt, und legt fest das die maximale Bauhöhe in der WG 6.0 23 m beträgt. Zusätzlich wird Artikel 14, Ziffer 4 eingeführt: „In der WG 6.0 beträgt die maximale Gebäudehöhe der an die Erholungszone angrenzenden Gebäude 13.5 m“. 

Eine Erhöhung der Baumassenziffer gemäss Artikel 14 Absatz 2 ist für die Zone WG 6.0 nicht vorzusehen. Durch die Bebauung mit dem öffentlichen Gestaltungsplan soll diese im Zonenplan festgelegte maximale Dichte nicht überschritten werden können.

Abbildung 1: Gebiet der vorgeschlagenen Zone WG 6.0

Warum diese Initiative jetzt?

  • Die Initianten haben sich im Rahmen des Beteiligungsverfahrens für ein dichtes Quartier am See eingesetzt, das hinter dem Seeuferpark zu liegen kommt.
  • Ein dichtes Quartier, das durch eine gestufte Bebauungshöhe der hinteren und vorderen Reihe die Qualität maximiert, wurde als Variante Mini B von Salevski und Kretz in der sogenannten Volumenstudie ausgearbeitet, aufgrund von Diskussionen in ebendiesem Beteiligungsverfahren.
  • Diese Variante optimiert die Seesicht und den Lichteinfall in der hinteren Gebäudereihe und maximiert deshalb den von der Gemeinde zu erzielenden Gewinn pro Bauvolumen.
  • Die Baumassendichte 6.0 ist die höchste Dichte, die im Ausgleichszahlungsmodell im von der Gemeindeversammlung angenommenen Kaufvertrag erwähnt ist.
  • Eine Baumassenziffer 6.0 ermöglicht weitgehend die Realisation dieses breit abgestützten Vorschlags Mini B gemäss Volumenstudie.
  • Im von der Gemeindeversammlung abgesegneten Kaufvertrag sind vier Modelle gerechnet, die alle die Baumassenziffer 6.0 nicht erreichen, und von maximal 2500 m2einer maximalen Baumassen-ziffer 4.0 auf dem Gemeindeland ausgehen, hauptsächlich aber von Dichte 2.7. Somit nimmt diese Initiative die massiv erhöhte Dichte aus den nachgelagerten Planungsschritten auf.
  • Eine Baumassendichte 6.0 in Wohn- und Zentrumszonen ist in den Goldküstengemeinden nicht üblich, Männedorf und Meilen haben als maximale Dichte eine Zentrumszone 5.0 in einem engen Perimeter um ihre Einkaufszentren. Wohnzonen in Meilen, Uetikon und Männedorf haben typischerweise eine Dichte von 1.7 und maximal 2.8 für dichte Überbauungen. Somit ermöglicht die Initiative den Bau eines einmalig verdichteten Quartiers, wie es in der Region sonst nicht üblich ist.
  • Wohnzonen ohne Baumassenziffern sind gemäss PBG erlaubt, aber in unserer Gemeinde und Region nicht üblich.
  • Der Entwurf des Gestaltungsplans sieht Bauvolumina vor, die zu einer Dichte von 7.5 führen. Diese Dichte übersteigt alle Bestrebungen für ein qualitativ wertvolles, verdichtetes Gebiet, sie ist im abgesegneten Kaufvertrag nicht vorgesehen und droht den Seepark zu „erdrücken“.
  • Die Mehrheit der Botschafter im Beteiligungsverfahren muss nicht repräsentativ für die Bevölkerung stehen, der von dieser Mehrheit unterstützte Vorschlag sollte aber der Gemeindeversammlung als Möglichkeit unterbreitet werden, was mit dieser Initiative gewährleistet wird.
  • Der Masterplan sieht eine Dreiteilung des Gebietes in ruhiges Wohnen West, eine belebte Mitte und Schule im Westen vor. Mit der Zone WG 6.0 im Westen, Zentrumszone in der Mitte und Zone für öffentliche Bauten im Osten bildet der Zonenplan diesen Anspruch ab.

Aufgrund all dieser Erwägungen machen sich die Initianten für ein dichtes Quartier am See stark, das sich an der Variante Mini B orientiert, und beantragen der Gemeindeversammlung das in Abbildung 1 näher bezeichnete Areal in der revidierten Zonenordnung zur WG zuzuteilen und mit einer Dichteziffer 6.0 zu versehen. Die WG 6.0 ist im Zonenplan so zu beschreiben, dass die Gebäudehöhe von 13.5 m neben dem Park nicht überstiegen wird. 

Die Initianten wollen mit dieser Initiative sicherstellen, dass der Souverän über das im Konsens des Beteiligungsverfahren als Mini B vorgeschlagene dichte Quartier am See abstimmen kann. 

Diese Initiative bezieht sich auf den Bau- und Zonenplan und kann rechtlich unabhängig vom Gestaltungsplan an einer Gemeindeversammlung behandelt werden. Die sachliche Verknüpfung legt aber eine gleichzeitige Behandlung nahe, um Planungssicherheit zu schaffen.

Rückzug der Initiative

Die Initianten ziehen ihre Initiative zurück, sollte der Gemeinderat Uetikon am See in der Überarbeitung des oben erwähnten kommunalen Gestaltungsplans, der der Gemeindeversammlung vorgelegt wird, eine maximale Baudichte 6.0 durch reduzierte Volumina im Gebiet mit den Baufeldern A1 – A4 bereits erreichen und eine maximale Gebäudehöhe, der an die Erholungszone angrenzenden Gebäude von 13.5 m im Gestaltungsplan verankern, wie das in der Variante Mini B in der Volumenstudie Salevski und Kretz vorgesehen ist.

So antwortet der Kanton auf unsere offenen Fragen

Die Lobby für Uetikon hat am 17. November 2020 dem Amt für Raumentwicklung der Baudirektion des Kantons Zürich einen Brief geschrieben mit einer Reihe von Verfahrensfragen, rechtlichen Fragen und sachlichen Fragen. Inzwischen hat der Kanton am 4. Dezember auf diesen Brief geantwortet. Im Sinne von voller Transparenz haben wir im folgenden einige Aspekte zum weiteren Verfahren zitiert und weiter unten den Brief als PDF zur Verfügung gestellt.

Zum Verfahren schreibt der Kanton: “ Mit der letzten Spurgruppe Gestaltungsplanung am 26. Mai 2020 hat das informelle Beteili-gungsverfahren zur Gebietsplanung Chance Uetikon geendet und das formelle öffentliche Gestaltungsplanverfahren gestartet. Am 17. November 2020 hat die Projektsteuerung der Gebietsplanung Chance Uetikon die nach der öffentlichen Auflage und Mitwirkung sowie kantonalen Vorprüfung überarbeiteten Dokumente zur Genehmigung bzw. Festsetzung freigegeben.“

Und weiter: “ Der kantonale Gestaltungsplan wird voraussichtlich Ende Januar/Anfang Februar 2021 durch die Baudirektion festgesetzt. Über die nicht berücksichtigten Einwendungen wird gesamthaft bei der Planfestsetzung entschieden. Nach der Publikation der Festsetzung im kantonalen Amtsblatt sowie dem üblichen Publikationsorgan der Gemeinde Uetikon a.S. stehen die Pläne und massgebenden Dokumente zur Einsichtnahme offen (vgl. hierzu § 7 Planungs- und Baugesetz [PBG]). Der festgesetzte kantonale Gestaltungsplan inkl. massgebende Unterlagen wird den einzelnen Einwendenden nicht zugestellt.“

Ausserdem schreibt der Kanton: „Im Rahmen des Festsetzungsverfahrens prüft die Baudirektion, ob der kantonale Gestal-tungsplan § 84 Abs. 2 PBG sowie den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Gegen die Festsetzungsverfügung kann innert 30 Tagen, von der öffentlichen Bekanntmachung an gerechnet, beim Baurekursgericht schriftlich Rekurs erhoben werden. Zum Rekurs berechtigt ist, wer durch die angefochtene Anordnung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Änderung hat (§ 338a PBG).“

Und schliesslich: „Der kantonale Gestaltungsplan kann somit auch ohne Umzonung auf kommunaler Stufe festgesetzt werden. Mit dem Abschluss der Arealentwicklung (mithin der Zeitpunkt, in welchem sämtliche Planungsverfahren in Rechtskraft erwachsen sind) erfolgt die Zuweisung der Flächen in Alleineigentum.“

Mit anderen Worten: Entgegen von Versprechen, die man uns im Rahmen des Beteiligungsverfahrens gemacht hat, haben wir zum kantonalen Gestaltungsplan nichts mehr zu sagen. Nicht einmal die Gemeindeversammlung kann mit einer Ablehnung oder Änderung des kommunalen Zonenplans auf den kantonalen Gestaltungsplan Einfluss nehmen.

Zu unseren konkreten sachlichen Fragen folgen dann ein paar generell gehaltene Antworten.

Wer will, kann hier gerne den Brief als PDF herunterladen.

Viele Fragen sind noch offen

An der virtuellen Informationsveranstaltung zu den Einwendungen zu den Gestaltungsplänen „Chance Uetikon“ vom 2. November 2020 haben viele EinwenderInnen mit Erstaunen zur Kenntnis genommen, dass der Kanton nicht aktiv über seinen Umgang mit den zahlreich eingegangenen Einwendungen informiert hat. Dadurch war nur sehr wenig darüber zu erfahren, wie der Kanton auf die Einwendungen konkret reagiert hat. Die Tatsache, dass Fragen nur von registrierten Facebook Nutzern eingereicht werden konnten, diese technische Beschränkung aber nicht kommuniziert wurde, sowie der sehr rasche Abbruch der Veranstaltung hat dabei zu vieles offen gelassen.

Deshalb hat die Lobby für Uetikon mit einem Brief an den Kanton schriftlich ein paar wichtige Fragen nachgereicht, mit der Bitte um möglichst präzise Antworten.

Den Inhalt des Briefes legen wir hier für alle InteressentInnen offen und werden selbstverständlich auch über die Antwort des Kantons an dieser Stelle wieder berichten.

Unsere Fragen an den Kanton

Verfahrensfragen

  • Bis zu welchem Termin wird der überarbeitete kantonale Gestaltungsplan bereitliegen?
  • Erhalten die Einwenderinnen und Einwender diesen (mit Vorschriften) und den Bericht zu den Einwendungen automatisch zugestellt, sobald diese Unterlagen vorliegen? 
  • Auf welchen Termin wird der Regierungsrat den kantonalen Gestaltungsplan festlegen?
  • Wann startet die Vorbereitung für die Ausschreibung des Wettbewerbes zum Seeuferpark?
  • Werden Botschafter / Vertreter des Beteiligungsverfahrens eingeladen, die Ausschreibung und Jurierung des Wettbewerbes zu begleiten, um die Essenz der Anliegen aus der Beteiligung einfliessen lassen zu können? Die Uetiker BotschafterInnen delegieren gerne drei VertreterInnen für die Mitwirkung als Beirat (nicht bestimmt von der Lobby für Uetikon).

Rechtliche Fragen (Rechtsmittelbelehrung)

  • Welche Möglichkeiten hat die Bevölkerung und die Gemeinde Uetikon, vor und nach der Festlegung auf den Gestaltungsplan und dessen Vorschriften Einfluss zu nehmen (nebst Ablehnung der Umzonung)?
  • Sind Einzelpersonen oder nur Verbände rekursberechtigt?
  • Kann der Kanton die Mittelschule auch bauen, wenn die Umzonung in die Zone für öffentliche Bauten an der GV abgelehnt würde?
  • Kann resp. darf ein kantonaler Gestaltungsplan festgelegt werden, bevor im kantonalen Richtplan die Berufsfachschule rechtskräftig eingetragen ist? Und bevor die Landaufteilung zwischen Kanton und Gemeinde sowie die Mutationen der Grundstücke vollzogen ist? 

Sachliche Fragen

  • Wurde die Qualität der Passerelle (Breite, Ausgestaltung) näher definiert?
  • Wurde das Volumen (Höhe und Breite) des Baufeldes C2 (Aula) im Gestaltungsplan angepasst, um die massive Überschreitung des Volumens des Richtkonzepts zu korrigieren?
  • Kann das Ofengebäude weiterhin durch einen Neubau ersetzt werden, obschon hier – auch zusammen mit den vier alten Bäumen am Seeufer – eine sehr wertvolle ortsbildprägende Einheit und Wirkung besteht, die grundsätzlich erhalten bleiben muss?

Diese beiden letztgenannten Punkte erachten wir als massive Verletzung des Beteiligungs-Prozesses: Sie wurden (i) innerhalb des Beteiligungsverfahrens nie erwähnt, (ii) sie wurden an den öffentlichen Veranstaltungen im Juni 2020 nicht präsentiert, (iii) sie stehen im Widerspruch zum breit kommunizierten Masterplan und zum Richtkonzept.

Im Namen der Lobby für Uetikon haben die folgenden Personen den Brief an den Kanton unterzeichnet:

Edith Bucher, Alfons Fischer, Andreas Gamper, Brigitte Gloor, Erica Kuster, Werner Mäder, Suzanne Naef Thalmann, Andreas Natsch, Markus Nuesch, Valentin Peer

Wir unterstützen die Kandidatur von Valentin Peer im zweiten Wahlgang.

Die Ausgangslage ist klar: Die aktuellen Machtverhältnisse im Uetiker Gemeinderat bilden keineswegs das Wahlverhalten der StimmbürgerInnen ab.

Der von uns unterstützte grüne Kandidat Valentin Peer hat am 24. September eine Stimme mehr erhalten als der Freisinnige. Der Vertreter der SVP kam auf knapp ein Viertel der Stimmen.

Im Gemeinderat Uetikon sitzen aber sechs Personen, die dem bürgerlichen Lager angehören. Nur Marianne Röhricht, die vor zwei Jahren von uns portiert wurde, ist dem grün-sozialen Spektrum zuzuordnen.

Deshalb: Wählen Sie am 29. November 2020 Valentin Peer in den Gemeinderat.

Valentin Peer in den Gemeinderat

Wählen Sie am 27. September 2020 Valentin Peer in den Gemeinderat. Die Lobby unterstützt seine Kandidatur, weil die grossen Projekte in unserer Gemeinde neue, unverbrauchte und ökologisch denkende Kräfte brauchen.

Inserat Peer.png

Die Wahlunterlagen von Valentin Peer gibt es hier zum Herunterladen als PDF:

A5-Plakat für Valentin Peer                                      Leporello für Valentin Peer

Einwendungen gegen kommunalen und kantonalen Gestaltungsplan am See eingereicht

Am 10. Juli 2020 hat die Lobby für Uetikon seine Einwendungen gegen den kantonalen und kommunalen Gestaltungsplan und zu den geplanten Änderungen im kommunalen Bau- und Zonenplan für das ehemalige Chemieareal am See eingereicht.

Einwendungen noch bis am 27. Juli möglich.

Die Auflage der Pläne und das Einwendungsverfahren sind Teil des öffentlichen Planungsverfahrens. Im Rahmen dieses Verfahrens kann sich jede und jeder kostenlos zur Revision äussern. Einwendungen sind bis spätestens am 27. Juli 2020 schriftlich dem Gemeinderat, Bereich Infrastruktur, Bergstrasse 90, 8707 Uetikon am See (Anliegen in der Zuständigkeit der Gemeinde) oder an die Baudirektion, Amt für Raumentwicklung, Einwendungen Projekt „Chance Uetikon“, Stampfenbachstrasse 12, 8090 Zürich (Anliegen in der Zuständigkeit des Kantons) einzureichen.

Im Sinne eines transparenten Vorgehens veröffentlichen wir im folgenden die beiden Einwendungen hier auf unserer Website. Sie können die beiden Einwendungen aber auch als PDF herunterladen:

Rettung der gemischt genutzten Mitte ist wichtig

Die Lobby legt grossen Wert auf die Bereinigung der Pläne von Kanton und Gemeinde zur «Rettung der gemischt genutzten Mitte», wie sie ursprünglich im behördenverbindlichen Masterplan festgelegt, inzwischen aber deutlich verwässert wurde. Diese Zone liegt an der Schnittstelle des kommunalen und kantonalen Gestaltungsplans und ist zentral für ein belebtes Quartier am See. Aus unserer Sicht ist hier nochmals ein vereinter Effort der Planungspartner notwendig.

Unsere Einwendungen zum „Gestaltungsplan Lebendiges Quartier am See – Gebietsplanung Chance Uetikon“ und zu den geplanten Änderungen im kommunalen Bau- und Zonenplan

Sehr geehrter Herr Gemeindepräsident Mettler, sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderäte

Die Lobby für Uetikon hat sich intensiv mit dem kommunalen Gestaltungsplan „Chance Uetikon“ und mit den geplanten Änderungen im kommunalen Bau- und Zonenplan auseinandergesetzt.

Folgende Aspekte des Projekts „Chance Uetikon“ gefallen uns und begrüssen wir:

  • Die Durchgängigkeit des Seeuferwegs von Westen nach Osten mit Seeuferpark. 
  • Die Erhaltung markanter Gebäude im Bereich der geplanten Schule und dem Düngerbau als Kultur- und Freizeitzentrum.
  • Die Absichtserklärung der Gemeinde, den Düngerbau nicht zu veräussern und ihn (allenfalls im Baurecht) zu entwickeln und zumindest teilweise als Kultur- und Freizeitzentrum zu nutzen. 
  • Den Verbleib der Gebäude „Werkstattgebäude“ und „Verwaltungsgebäude“ im Gemeindebesitz, wodurch die Gemeinde eine vielseitige gewerbliche Nutzung auf dem Areal mitgestalten kann.
  • Die Absichtserklärung der Gemeinde das Gebäude D1 abbrechen zu wollen.

Die unten aufgeführten Punkte müssen in unseren Augen aber noch überarbeitet werden, um ein nachhaltiges und mehrheitsfähiges Projekt zu verwirklichen. 

Eine besondere Bedeutung in der Bereinigung der Pläne von Kanton und Gemeinde kommt der «Rettung der gemischt genutzten Mitte» zu – diese liegt an der Schnittstelle der beiden Gestaltungspläne (siehe untentstehende Abbildung 2 im weiter unten). Hier ist nochmals ein vereinter Effort der Planungspartner notwendig.

Mit freundlichen Grüssen

Die Lobby für Uetikon

1. Zielantrag „Lebendiges Quartier am See“

Antrag 1:

Art. 1 Zweck wird ergänzt mit Absatz 2 und 3

1 Der Gestaltungsplan schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung eines gemischt genutzten, lebendigen Quartiers am See mit einem öffentlich zugänglichen Seeuferpark abgestimmt auf das Gesamt-areal.

2 Namentlich sichert er öffentlich wirksame Nutzungen wie Gewerbe-, Gastronomie-, Kultur- und Freizeitnutzungen, die eine ganzjährige Belebung des Areals sicherstellen und das Seeareal zu einem lebendigen Quartier machen.

3 Mit dem Seepark sichert er ein Erholungsgebiet von kommunaler und regionaler Bedeutung, das vielseitige Nutzungen ermöglicht.

Begründung: 

Das lebendige Quartier soll nicht nur im Titel stehen, sondern im Zweckartikel explizit erklärt werden. Eine ganzjährige Belebung ist wichtig (Siehe auch „Rettung der belebten Mitte“).

2. Nutzung Düngerbau

Antrag 2:

Artikel 4 Abs. 1 in den Vorschriften soll ergänzt werden. 

Absatz 2, Nutzungen Gebiet B soll mit einer litera f wie nachstehend aufgeführt ergänzt werden: 

f. Im Baufeld B1 soll die Freizeit-, Erholungs- und Kulturnutzung mindestens 30% betragen 

Begründung:  

Der Düngerbau ist „Herz des Areals“, so wurde er auch mehrfach von den Gemeindevertretenden gehandelt. Kultur-, Erholungs- und Freizeitnutzung ist essenziell, um dieses Versprechen einzulösen. Im aufgelegten Entwurf ist diese Nutzung zugelassen, aber nicht sichergestellt. Eine Freizeit-, Erholungs- und Kulturnutzung muss deshalb festgelegt werden.

3. Baufeld D1: Baufeld streichen

Antrag 3:

Das Baufeld D1 soll im Situationsplan und in den Vorschriften ersatzlos gestrichen werden.

Begründung: 

Das Gebäude D1 steht als Fremdkörper im Park, stört den Seeuferweg, und die Nutzung führt zu Konflikten mit der Wohnzone. Das Seeufer ist per Bundesverfassung öffentlich, und es gehören keine Gebäude in die Uferzone. Die gesamte Flucht der Gebäude A1/A3 würde gestört und die Parkanlage zerschnitten. Ein neues Gebäude könnte öffentlich angefochten werden, und das alte Gebäude hat keine Schutzbestimmungen, es ist nicht erhaltenswert und stört die dahinterliegenden Wohnungen massiv und wäre wertvermindernd für die Überbauung. 

Deshalb soll D1 nicht als Baufeld definiert werden, sondern Teil des Parks sein. 

4. Baudichte A1-A4; Fassadenhöhe am Park

Antrag 4:

Die maximale Höhenkote im Situationsplan ist für A1 und A3 auf 421.5 m festzulegen.

Die Vorschriften, Art. 22 Gebäudegliederung Teilgebiet A, sind zu ergänzen:

Die Gesamthöhe in den Baufeldern A1 und A3 beträgt maximal 4 Stockwerke (plus 1.5 m für Hochparterre)“.

Begründung: 

Proportion und Qualität des Seeparks werden massgeblich von der Höhe der angrenzenden Fassade bestimmt. Mit 5.5 Geschossen und der jetzigen Höhenkote von 426 m (18 m Höhe) sind die möglichen Gebäude so wuchtig, dass die Aufenthaltsqualität im Park massiv eingeschränkt wird. Die Variante mit 4.5 Geschossen an der Front entspricht der Variante Minib aus der Volumenstudie und nur diese, Variante war unter den BotschafterInnen mehrheitsfähig. Mit der Höhenkote von 421.5 m sind 4.5 Geschosse gemäss Richtkonzept / Minib möglich.

Eine Variante Minib hat weniger BewohnerInnen zur Folge. Daher werden weniger Parkplätze und weniger Infrastruktur der Gemeinde benötigt, auch wird weniger Verkehr verursacht. Somit entstehen weniger Folgekosten für die Gemeinde.

5. Baupflichtlinien

Antrag 5:

Art. 14 Pflichtbaulinien in den Vorschriften ist wie folgt abzuändern:

1 Die Pflichtbaulinien sind mindestens auf zwei Drittel der Länge zu bebauen.

2 Entlang der Pflichtbaulinie ist eine minimale Fassadenhöhe von 12 m einzuhalten.

Begründung:

Eine minimale Höhe von 15 m (ca. 5 Geschosse) ist nicht gerechtfertigt, auch nicht durch ISOS Überlegungen, da insbesondere im Teil West heute viele Bestandesbauten deutlich weniger hoch sind.

6. Unterteilung der Gebäude A1/A3

Antrag 6:

Art. 18 in den Vorschriften ist wie folgt anzupassen:

Abs. 1: Im Teilgebiet A sind in den Baubereichen A1 und A3 mindestens je drei Volumen vorzusehen. 

Neuer Abs. 2: Die Gebäudeabstände sollen mindestens 8 Meter betragen und volle Durchsicht garantieren.   

Begründung:

Durch drei Gebäude auch im Baubereich A3 und einem Mindestabstand von 8 Metern zwischen den Gebäuden erhält man eine bessere Durchsicht und gibt den Bewohnenden in den hinteren Gebäude A2/4 Seesicht. Damit werden alle Wohnungen massiv aufgewertet. Zusätzlich ergibt sich dadurch eine attraktivere, aufgelockerte Kulisse vom See her.

Diese Aufteilung wurde im Richtkonzept so visualisiert und hat überzeugt.

7. Bäume im Park vor A1 und A3

Antrag 7:

Im Park vor den beiden Baufeldern A1 und A3 müssen im Situationsplan je eine «Baumreihe neu (Lage schematisch) (Art. 38)» eingezeichnet werden.

Begründung:

Bäume sind für das Wärmeklima und die Aufenthaltsqualität im Park essenziell. Bäume im Park vor A1 und A3 müssen geplant und eingezeichnet werden, bevor das Land verkauft wird, da sonst mit Rechtskonflikten gerechnet werden muss. 

8. Transparenz Zeitzeuge

Antrag 8:

Artikel 29 in den Vorschriften ist wie folgt (fett markiert) zu ergänzen:

 „(…) Ass.-Nr. 442 (442.1 Zeitzeuge) sind in wenigen Elementen zu erhalten. Namentlich soll deren Gestaltung transparent sein, etwa durch offene Gebäudegerippe oder niedrige Mauerreste. Die Seesicht für Passanten soll auf 90% der eingezeichneten Länge gewährleistet sein.“ 

Begründung:

Im Park muss der Gewässerabstand von 15m für Gebäude weitgehend eingehalten werden. Es gehören keine gebäudeartigen Strukturen ans Seeufer, denn dieses ist freizuhalten. 

Durch allfllige hohe Mauern des Zeitzeugen auf einer längeren Strecke wird der Bezug des Parks zum See eingeschränkt und der Park zerschnitten.

Der Zeitzeuge soll ein Gestaltungselement des Parks sein und nicht in grossen Teilen als Gebäude in Erscheinung treten.

9. Naturnahe Flächen

Antrag 9:

Art. 36, Absatz 4 in den Vorschriften soll gestrichen werden (Dachflächen gemäss Art. 24 Abs. 1 sind anrechenbar).

Begründung: 

Die naturnahen Flächen sollen Teil des Parks sein. Auf den Dächern ist eine zusätzliche Begrünung vorzunehmen, soweit die Dachflächen nicht von Solaranlagen bedeckt sind. Dachbegrünung ist aber kein Ersatz für naturnahe Fläche im Park. 

10. Badezugang

Antrag 10:

„Art. 40 Badezugänge“ in den Vorschriften ist mit neuen Abs. 2 und 3 wie folgt zu ergänzen:

Abs. 1 Die im Situationsplan dargestellten drei Badezugänge sind mit der Gestaltung des Seeuferparks umzusetzen.

Neuer Abs. 2 Der Zugang in der Mitte soll als mindestens 30 m breite Rampe oder Treppe, die für Behinderte, ältere Personen und Kinder nutzbar ist, rund um die zurückgesetzte Ecke des Ufers realisiert werden.

Neuer Abs. 3 Der Zugang im Osten soll als mindestens 70 m breite Treppe oder Rampe auf das Seeniveau führen.

Begründung: 

Die Zugänge in den See sind kein Detail, das nachträglich geplant werden kann, denn Bauten im See sind bewilligungspflichtig, und diese Bewilligungen müssen vorgängig (mit Festsetzung des Gestaltungsplans) eingeholt werden. Falls der Einstieg nicht für alle Personen möglich ist, ist eine rechtliche Beschwerde möglich, was zusätzliche Umtriebe, Verzögerungen und unnötige Kosten verursachen kann.

Die Zugänge, wie sie im Richtkonzept visualisiert sind, sind ein Minimum. Die Parkgestaltung kann dann immer noch kreativere oder weitergehende Lösungen finden.

11. Liegewiese

Antrag 11: 

Art. 30 Seeuferpark ist in den Vorschriften mit einem neuen Abs. 2 wie folgt zu ergänzen: 

Abs. 1 Im Teilgebiet DWest ist der Seeuferpark als vielfältig nutzbarer, begrünter und öffentlich zugänglicher Freiraum zu gestalten.

Abs. 2 Der Seeuferpark enthält im breiten Bereich vor dem Düngerbau eine Liegewiese von mindestens 1500 m2

Begründung:

Eine Liegewiese in der Nähe des familienfreundlichen mittleren Badezugangs ist zwingend und ist auch im Richtkonzept eingezeichnet. Die Festlegung im Gestaltungsplan engt den Wettbewerb zur Parkgestaltung nicht ein, sichert die Liegewiese aber als elementaren Teil des Parks.

12. Antrag zur Zonierung Seeufer

Antrag 12: 

Das Gebiet Dwest und Dost soll in der kommunalen Bau- und Zonenordnung als Erholungszone festgelegt werden.

Begründung: 

Die Bau- und Zonenordnung soll die effektive Nutzung als Seeparks abbilden. Für Details der Begründung siehe Eingabe der BotschafterInnen um Hans Wyler vom 10.7.2020. Die Lobby unterstützt diese Einwendung der BotschafterInnen vollumfänglich. 

13. Antrag Erschliessung mit zusätzlichem Fussweg (Kommentar Richtplan Verkehr)

Antrag 13: 

Im kommunalen Richtplan Verkehr ist eine zusätzliche Fusswegerschliessung von der Kreuzsteinstrasse (unterhalb Kappelweid Hof) über die bestehende Feldstrasse in der Parzelle 5106 zum Sodabau und dann auf die Passerelle aufzunehmen. In untenstehendem Planausschnitt in ‘pink’ eingezeichnet. Allenfalls wäre auch eine Verbindung dieses Weges zum bestehenden ‘Cholenweg’ zusätzlich denkbar.

Begründung: Die einzige neue Fusswegverbindung aus dem Dorf zur Passerelle, welche in den kommunalen Richtplan Verkehr aufgenommen wurde, ist der Weg über die Kreuzsteinstrasse. Diese Strasse weist ab dem Kappelweidhof bis zur alten Landstrasse ein sehr hohes Gefälle auf. Dadurch ist dieser Weg für gehbeeinträchtige Uetikerinnen und Uetiker nur bedingt nutzbar. 

Mit einem Fussweg über die bestehende Feldstrasse (pink eingezeichnet, auf Parzelle 5106) kann zumindest einem Teil des starken Gefälles der Kreuzsteinstrasse ausgewichen werden und ist daher viel besser für alle begehbar. Der steile Einstieg über die Kreuzsteinstrasse könnte allenfalls mit einer neuen Verbindung zum ‘Cholenweg’ (mit weniger Gefälle dem Hang entlang) noch entschärft werden.

Abbildung 1. Alternativer Zugang zur Passerelle im Verkehrsplan aufnehmen.
Abbildung 1. Alternativer Zugang zur Passerelle im Verkehrsplan aufnehmen.

14. Energie

Antrag 14:

Art. 50, Absatz 2 der Vorschriften ist anzupassen:

„Zur Energieversorgung sind auf den Dächern der Neubauten Solaranlagen vorzusehen, soweit dies technisch möglich ist.“ (Bedingung wirtschaftlich und betrieblich tragbar gestrichen)

Begründung: 

Solaranlagen sind auf die Betriebsdauer heute wirtschaftlich und betrieblich tragbar. Wirtschaftlichkeitsargumente in Bezug auf die Anfangsinvestitionen dürfen nicht als Grund für die Nicht-Realisierung aufgeführt werden können. 

Der Bund hat das Netto-Null-Klimaziel für 2050 beschlossen, als Gemeinde müssen wir dieses Ziel im Rahmen unserer Planungshoheit umsetzen, ohne von Bund und Regulatoren dazu gezwungen zu werden.

Deshalb sollte das grösste Bauvorhaben in Uetikon bis 2050 möglichst klimaneutral gebaut werden. 

15. Anhang „Rettung der gemischt genutzten Mitte“

Abbildung 2. „Rettung der gemischtgenutzten Mitte“ durch die Anträge 3 und 4 zum kantonalen GP. 

Abbildung 2. „Rettung der gemischtgenutzten Mitte“ durch die Anträge 3 und 4 zum kantonalen GP. 

Publikumswirksame Nutzungen um den Platz „Mitte“ können die belebte Mitte sicherstellen und die Verbindung zum Düngerbau herstellen. Dazu sind zwingend die angeregten Änderungen in den Gestaltungsplänen umzusetzen.

Ein gemeinsames Engagement von Kanton und Gemeinde ist nötig, um an dieser Schnittstelle das „lebendige Quartier am See“ zu verwirklichen. 

Wir ersuchen den Gemeinderat, sich hier nochmals beim Kanton zu engagieren. 

Unsere Einwendungen zu kantonalen Gestaltungsplan „Kantonsschule Uetikon am See“

Sehr geehrter Herr Regierungsrat Neukom, sehr geehrte Damen und Herren,

Die Lobby für Uetikon hat sich intensiv mit dem kommunalen wie auch mit dem kantonalen Gestaltungsplan „Chance Uetikon“ und zu den geplanten Änderungen im kommunalen Bau- und Zonenplan auseinandergesetzt. 

Folgende Aspekte des kantonalen Gestaltungsplans „Chance Uetikon“ gefallen uns und begrüssen wir:

  • Grosszügiger Platz und Park vor den Gebäuden C1 West und Ost.
  • Gemeinsame Realisierung des Seeparks durch Kanton und Gemeinde
  • Erschliessung des Geländes durch Passerelle über Bahn und Seestrasse
  • Realisierung der Mittelschule in den historischen Gebäuden 
  • Potential zur Mit-Nutzung von Schulinfrastruktur im regionalen Kultur- und Bildungsbereich sowie mögliche Nutzung von Schulkantine als Seerestaurant in der ausserschulischen Zeit

Die starken Planungsänderungen «in letzter Minute» durch die Planung einer zusätzlichen Schule haben das ganze Projekt aber nochmals massiv verändert, und wir sehen dringenden Bedarf, einige Aspekte, die in der Beteiligung nicht sorgfältig diskutiert werden konnten, nochmals anzupassen oder zu konkretisieren. Nur so wird die Umzonung des Areals in die Zone für öffentliche Bauten an der Gemeindeversammlung mehrheitsfähig und das Projekt zeitnah umsetzbar sein.

Eine besondere Bedeutung in der Bereinigung der Pläne von Kanton und Gemeinde kommt der «Rettung der gemischt genutzten Mitte» zu – diese liegt an der Schnittstelle der beiden Gestaltungspläne (Abbildung 4). Hier ist nochmals ein gemeinsamer Effort der Planungspartner notwendig.

Wir möchten Sie deshalb bitten, diese Anliegen sorgfältig zu prüfen. 

Mit freundlichen Grüssen

Die Lobby für Uetikon     

1. Ofengebäude

Antrag 1:

Das Ofengebäude (Vers.-Nr. 451) muss als ‚zu erhaltende Baute’ im Situationsplan des kantonalen Gestaltungsplans eingezeichnet werden. 

In den Vorschriften soll Art. 17 umbenannt und ein neuer Absatz 2 wie folgt aufgenommen werden:

Art. 17: Schutzwürdige und zu erhaltende Bauten

Abs. 2 Die im Situationsplan bezeichnete «zu erhaltende Baute» mit der Vers-Nr. 451 („Ofengebäude“) auf dem Baufeld C3 ist zu erhalten.

Begründung: 

  • Der Masterplan hält Erhalt dieses Gebäudes explizit fest. Der Masterplan ist behördenverbindlich, und es sind keine neuen Tatsachen aufgetaucht, die den Erhalt des Gebäudes verunmöglichen. Deshalb sollte sich der Gestaltungsplan an den Masterplan und die Diskussionen während dem Beteiligungsverfahren halten.
  • Das Ofengebäude ist zwar nicht in einem Schutzinventar aufgeführt, es ist aber ein markanter und gut erhaltener historischer Bau am Seeufer, der das Bild des Fabrikareals vom See her bestimmt.
  • Das Gebäude bildet zusammen mit den geschützten Kammerofengebäuden ein Ensemble.
  • Wenn dieses Gebäude abgerissen würde, bliebe auf der ganzen Länge des Seeareals nur auf Höhe Düngerbau historische Bausubstanz, die vom Seeuferweg und vom See her erfahrbar ist (Abbildung 1). Auf allen anderen Baufeldern würden sonst Neubauten an der Seefront stehen.
  • Der Kanton hat in seiner Machbarkeitsstudie fürs Gymnasium mit diesem Bau als Bestandesbau gerechnet, somit ist ein Abbruch nicht zwingend.
  • Ein Neubau so nahe am Ufer und vor den geschützten historischen Gebäuden macht deshalb wenig Sinn und wäre rechtlich anfechtbar.
  • Der Kanton hat gegenüber der Bevölkerung die Möglichkeit des Rückbaus nie thematisiert.
Abbildung 1: Seefront – wird das Ofengebäude durch einen Neubau ersetzt dominieren die Neubaufronten das Seeufer noch stärker und das ISOS Ortsbild wird weniger erfahrbar. Im Richtkonzept, welches der Bevölkerung vorgestellt wurde, ist das Gebäude weiterhin als zu erhaltender Bestand (grau) eingezeichnet.

Abbildung 1: Seefront – wird das Ofengebäude durch einen Neubau ersetzt dominieren die Neubaufronten das Seeufer noch stärker und das ISOS Ortsbild wird weniger erfahrbar. Im Richtkonzept, welches der Bevölkerung vorgestellt wurde, ist das Gebäude weiterhin als zu erhaltender Bestand (grau) eingezeichnet.

2. Grösse des Baufeldes C2

Antrag 2: Die seeseitige Begrenzung des Baufeldes C2 ist im Situationsplan auf die im Richtkonzept eingezeichnete Linie zurückzunehmen.

Explizit soll in den Vorschriften ein weit vorragendes Vordach über dem Vorplatz erlaubt sein.

Begründung: 

  • Das Baufeld C2 wie es im Richtkonzept dargestellt ist, ist für die Realisierung der Aula ausreichend.
  • Der Vorplatz vor der Aula ist ein wichtiger Platz und der zentrale ‚Ankunftsort’ auf dem Gelände, wie es Simon Kretz an der Präsentation am 22./23. Juni dargelegt hat.
  • Dieser Platz wurde der Bevölkerung an der Informationsveranstaltung somit als fester Bestandteil des Projektes kommuniziert.
  • Dieser ‚urbane Platz’ ist auch der einzige Ort, wo Open-Air Kulturveranstaltungen von regionaler und überregionaler Bedeutung auf dem Areal durchgeführt werden könnten (Open-Air Kino, Theater, Konzerte, Chilbi, Inszenierungen…). Damit erweitert der Platz die Funktion der Aula.
  • Mit der Dimensionierung der Aula innerhalb des Grundrisses gemäss Richtkonzept ist das gewährleistet. Ein weit auskragendes Vordach würde den Platz hingegen nicht beinträchtigen, sondern seine Funktion sogar noch betonen.
  • Allfällig benötigtes zusätzliches Volumen ist durch die im GP ebenfalls eingezeichnete Vergrösserung (gegenüber Richtkonzept) auf Seite Seestrasse sichergestellt.

3. Höhenkote Baufeld C2

Antrag 3:

Die Höhenkote des Baufeldes C2 ist im Situationsplan auf 420 m (statt 428 m) festzulegen. Schnitt D-D ist entsprechend anzupassen.

Begründung:

C2 ist im Richtkonzept 10.5 m hoch (Höhenkote 419 m) und liegt direkt neben der Passerelle, und in allen Visualisierungen ist die Aula als niedriges Gebäude dargestellt. In der Beteiligung war sogar suggeriert worden, dass eine Begehung des Daches von der Passerelle aus möglich würde. 

Mit der Höhenkote von 428 m würde die Passerelle in einer ‚Schlucht’ zwischen C2 und C3 verlaufen, und die ‚Leuchtturmfunktion’ ist nicht gewährleistet. 

Es wurde nie dargelegt, dass die Schule allenfalls dieses massive Mehrvolumen benötigt, insofern kann davon ausgegangen werden, dass das Volumen des der Bevölkerung vorgestellten Richtkonzeptes ausreichend ist. Sollte sich der Volumenbedarf derart drastisch erhöht haben, ist das zu kommunizieren, und der alternative Standort der Aula ist nochmals zu diskutieren.

Abbildung 2: Schnitt D-D von C2 im Gestaltungsplan. In der Beteiligung und in der Kommunikation gegenüber der Bevölkerung am 22./23. Juni wurde nur das Volumen (gestrichelte Linie) des Richtkonzepts kommuniziert. Es wurde nie kommuniziert, weshalb allenfalls dieses gigantische Volumen, das in Schnitt D-D eingezeichnet ist, gebraucht werden könnte. Bei Realisierung dieses Vorschlages würde die Passerelle in einer Schlucht zwischen C2 und C3 verlaufen. Ein definitiver GP mit diesem Volumen von C2 würde die Ablehnung der Zonenänderung durch die Gemeindeversammlung provozieren.  

4. Parterrenutzung in C1 West

Die Vorschriften sind in Art. 4, „Nutzweise“ Abs. 1 lit. e wie folgt (fett markiert) zu ergänzen:

1 Im Teilgebiet C sind folgende Nutzungen zulässig:

e. zusätzlich Gewerbenutzung, Handels- und Dienstleistungsnutzung und Kulturnutzung ohne Bezug zu schulischen Nutzungen in Baubereich C1West. Die Nutzungen ohne Bezug zu schulischer Nutzung müssen mindestens 50% des Erdgeschosses in C1West umfassen.

Begründung: 

Wie an der Informationsveranstaltung vom 22./23. Juni 2020 explizit festgehalten wurde, soll die Mischnutzung im Erdgeschoss durch diese Vorschriften sichergestellt werden, um die „gemischt genutzte Mitte“ nach Masterplan zu verwirklichen.

Mit der gegenwärtigen Formulierung ist eine Nutzung ohne Bezug zu schulischer Nutzung zwar erlaubt, aber nicht sichergestellt: Der Kanton als Besitzer der Gebäude kann Eigengebrauch anmelden und 100% schulnahe Nutzung realisieren. Deshalb muss zwingend ein Anteil Nutzungen ohne Bezug zur schulischen Nutzung in den Vorschriften festgelegt werden. Die Flächen C1 befinden sich in der Mitte des Areals. Wenn das Ziel des „lebendigen Quartiers am See“ des kommunalen Gestaltungsplans erreicht werden soll, ist es notwendig, dass in der Mitte des Areals nicht nur schul- oder schulnahe Nutzungen stattfinden (siehe dazu auch Abbildung 4).

Der Masterplan legt die gemischt genutzte Mitte behördenverbindlich fest.  Die Umnutzung der „als gemischt genutzte Zone“ deklarierten Mitte bedeutet eine radikale Abkehr von der Dreiteilung des Geländes nach Masterplan. Diese Umnutzung fand bei den Botschaftern des Beteiligungsverfahrens keine Mehrheit.

Um die in der Beteiligung erarbeitete und im Masterplan festgelegte „Belebte Mitte“ trotz der zusätzlichen Berufsschule sicherzustellen, ist diese Festlegung der minimale Konsens.

5. Freier Platz vor dem Düngerbau

Antrag 5:

Der Abstand zwischen Baufeld B1 (Düngerbau) und C1west soll im Situationsplan auf mindestens 30 m Breite verbreitert werden.  

Dazu sollen die zwei Baufelder C1ost und C1west proportional verkleinert werden. Das Fenster zum See in C1 soll verschoben oder aufgehoben werden.

Eventualantrag:

Allenfalls könnte zur Kompensation C1Ost um ein Geschoss erhöht werden durch Erhöhen der Höhenkote für C1Ost im Situationsplan auf 427 m.

Begründung: 

Der Düngerbau wird von allen Projektverantwortlichen immer wieder als das Herz des Areals beschrieben, und das ist er auch! Die Ostfassade des Düngerbaus hat dabei eine grosse Bedeutung.  Sie ist die repräsentative Fassade dieser „Kathedrale der Industriekultur“. Deshalb kommt auch dem Platz vor der Ostfassade des Düngerbaus eine zentrale Rolle zu. Er ist der repräsentative Platz des Quartiers am See mit seinen ganz unterschiedlichen Nutzungen (Abbildung 4). Diesen Platz genügend breit freizustellen ist zentral, um die Belebung und Bedeutung der Arealmitte zu sichern. Gleichzeitig ist das Anliegen bedeutsam, um dem geschützten Düngerbau die angemessene Wirkung zu ermöglichen. 

Das ‚Fenster zum See’ wie es jetzt eingezeichnet ist erfüllt seine Funktion nicht, es ist sowieso nicht von der Strasse her durchgängig einsehbar, deshalb kann es zwischen C1west und C1ost angeordnet oder aufgehoben werden. 

Begründung zum Eventualantrag:

Sollte der Platz für die Schule in C1 dadurch zu eng werden, könnte als Option eine Erhöhung von C1Ost um ein Geschoss ermöglicht werden. Somit kann Punkt 3 (Nutzung Erdgeschoss) und Punkt 4 (Platz vor dem Düngerbau) garantiert werden, ohne dass der Platz für die Schule fehlt. Dieses zusätzliche Geschoss könnte leicht zurückversetzt werden und für Arbeitsräume verwendet werden, die nicht die volle Schulgeschosshöhe von 4 m bedürfen. 

6. Ausgestaltung des Vorplatzes vor Baufeld C2 als Element des Parkes

Antrag 6: 

Artikel 18 ist wie folgt (fett markiert) zu ergänzen 

Im Teilgebiet DOst ist der Seeuferpark als vielfältig nutzbarer, begrünter und öffentlich zugänglicher Freiraum zu gestalten. Der Platz vor dem (verkleinerten) Baufeld C2 ist als integraler Teil des Seeuferparks zu gestalten.

Begründung:

Die hohe geplante schulische Dichte soll nicht dazu führen, dass der Zugang zum Park durch eine als Schulnutzung empfundene „Pausenplatz“-Zone führt, sondern als zentraler ‚Ankunftsort’ auf dem Gelände verstanden werden kann. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Passerelle auch emotional direkt in den Park führt. Das wurde der Bevölkerung so präsentiert (Abbildung 3) und sollte entsprechend dem öffentlich gemachten Versprechen im Plan umgesetzt sein.

Abbildung 3. Screenshot der Vorstellung des Seeparks in der Bevölkerungsinformation von 22./23. Juni 2020. Platz vor C2 (dimensioniert gemäss Richtkonzept) ist als integraler Teil des Seeparks präsentiert worden.

7. Schaffung einer Passstelle mit Aufenthaltsqualität

Antrag 7:

Paragraph Art. 29 Passerelle ist wie folgt (fett markiert) in Abs. 3 zu ergänzen 

1 Die Passerelle dient als Haupterschliessung für Fussgängerinnen und Fussgänger in das Areal und zu den Bildungseinrichtungen.

(…)

3 Die Passerelle wird qualitätvoll gestaltet und tritt entsprechend ihrer Bedeutung als Haupterschliessung in Erscheinung. Ihre architektonische Ausgestaltung und Breite soll zudem eine hohe Aufenthaltsqualität sicherstellen.

Begründung:

Die Passerelle ist der zentrale Zugang zum neuen Quartier am See. Alle anderen Zugänge bedingen ein Überqueren der Seestrasse, sind eng und bis zu einem gewissen Grad, wegen der Seestrasse, auch gefährlich. Die Passerelle verbindet das neue Quartier mit den bisherigen Quartieren der Gemeinde. Diese Passerelle muss ausreichend breit sein, um die verschiedenen Querungsströme entspannt zu ermöglichen, und sie muss eine Aufenthaltsqualität aufweisen, damit sie von der Bevölkerung und den Schülerinnen und Schülern auch angenommen wird. Sie ist ein Leuchtturmelement des Projekts und soll als solches ausgestaltet sein. Ein grosszügiger Zugang zum Park für die Restgemeinde ist umso wichtiger, als die bisher für gemischte Nutzung vorgesehene Mitte nun für Schulzwecke verwendet werden soll.

8. Zonierung Seeufer

Antrag 8: 

Das Gebiet Dwest und Dost soll in der kommunalen Bau- und Zonenordnung als Erholungszone festgelegt werden.

Begründung: 

Die Bau- und Zonenordnung soll die effektive Nutzung als Seepark abbilden.

9. Anhang: Rettung der „gemischt genutzten Mitte“

Abbildung 4. „Rettung der gemischt genutzten Mitte“ durch die Anträge 4 und 5 zum kantonalen GP. 

Publikumswirksame Nutzungen um den Platz „Mitte“ können die belebte Mitte sicherstellen. Dazu sind zwingend die angeregten Änderungen in den Gestaltungsplänen umzusetzen. Ein gemeinsames Engagement von Kanton und Gemeinde ist nötig, um an dieser Schnittstelle das „lebendige Quartier am See“ zu verwirklichen.