Quartier am See muss belebt werden

Die Lobby für Uetikon hat sich an ihrer letzten Sitzung mit aktuellen Themen aus der Gemeinde befasst. Sie sieht Optimierungspotenzial zur Verbesserung der Mobilität innerhalb der Gemeinde und möchte sich sich in den nächsten Monaten intensiver damit auseinandersetzen.

Im Zentrum der Diskussion stand aber die Entwicklung von «Chance Uetikon». Die Lobby begrüsst den grosszügigen Zugang zum See und den hohen Anteil an Grün- und Erholungsflächen. Sie allein genügen aber nicht, um aus dem neu entstehenden Quartier dereinst einen lebendigen und belebten Teil der Gemeinde zu machen. Dies kann nur gelingen, wenn die Kanton und Gemeinde «Chance Uetikon» auch tatsächlich als Chance für Uetikon betrachten und nicht bloss die finanziellen Risiken sehen. Die immer wieder mit einem Mahnfinger zitierte «schwarze Null» darf nicht das alleinige Ziel des Projekts sein. Das Risiko eines später einmal über weite Teile und ausserhalb der Sommermonate unbelebten Gemeinde-Ghettos oder die finanziellen Risiken eines Neins der Bevölkerung zum Gestaltungsplan – und dessen wirtschaftlichen und politischen Folgen – sind ebenso hoch zu werten.

Die Lobby ist überzeugt, dass sich die Uetikerinnen und Uetiker einen belebten und in die Gemeinde integrierten Dorfteil wünschen mit einem regen Quartierleben für die ganze Gemeinde. Die stark wirtschaftlich geprägten Signale einzelner Gemeinderäte im Rahmen des Beteiligungsverfahrens, die offensichtlich hohe angestrebte Verdichtung im Wohnbereich und insbesondere die mögliche Nutzung des Düngerbaus allein als Parkhaus lassen eine Strategie zur späteren Belebung des Quartiers vermissen. Dabei spielt der Düngerbau und sein Nutzung als Aula und Kulturraum eine zentrale Rolle, als Raum für Erlebnis und Kultur und als Ort, der über das ganze Jahr hinweg für anregende Stunden am See sorgen kann. Dafür müssen wir heute die Weichen richtig stellen. Es gibt genügend Beispiele von vergleichbaren Quartierentwicklungen im In- und Ausland – wie zum Beispiel weite Teile von Zürich-West– , die es wegen mangelnder Weitsicht und zu starker ökonomischer Orientierung nicht geschafft haben, zu attraktiven Orten des Zusammenlebens zu werden. Bei «Chance Uetikon» haben wir jetzt die Chance, es besser zu machen.

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Visulalisierung Masterplan La Grand Mosaique, Caen, Frankreich; © Büro MVRDV, Holland

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