Viele Fragen sind noch offen

An der virtuellen Informationsveranstaltung zu den Einwendungen zu den Gestaltungsplänen „Chance Uetikon“ vom 2. November 2020 haben viele EinwenderInnen mit Erstaunen zur Kenntnis genommen, dass der Kanton nicht aktiv über seinen Umgang mit den zahlreich eingegangenen Einwendungen informiert hat. Dadurch war nur sehr wenig darüber zu erfahren, wie der Kanton auf die Einwendungen konkret reagiert hat. Die Tatsache, dass Fragen nur von registrierten Facebook Nutzern eingereicht werden konnten, diese technische Beschränkung aber nicht kommuniziert wurde, sowie der sehr rasche Abbruch der Veranstaltung hat dabei zu vieles offen gelassen.

Deshalb hat die Lobby für Uetikon mit einem Brief an den Kanton schriftlich ein paar wichtige Fragen nachgereicht, mit der Bitte um möglichst präzise Antworten.

Den Inhalt des Briefes legen wir hier für alle InteressentInnen offen und werden selbstverständlich auch über die Antwort des Kantons an dieser Stelle wieder berichten.

Unsere Fragen an den Kanton

Verfahrensfragen

  • Bis zu welchem Termin wird der überarbeitete kantonale Gestaltungsplan bereitliegen?
  • Erhalten die Einwenderinnen und Einwender diesen (mit Vorschriften) und den Bericht zu den Einwendungen automatisch zugestellt, sobald diese Unterlagen vorliegen? 
  • Auf welchen Termin wird der Regierungsrat den kantonalen Gestaltungsplan festlegen?
  • Wann startet die Vorbereitung für die Ausschreibung des Wettbewerbes zum Seeuferpark?
  • Werden Botschafter / Vertreter des Beteiligungsverfahrens eingeladen, die Ausschreibung und Jurierung des Wettbewerbes zu begleiten, um die Essenz der Anliegen aus der Beteiligung einfliessen lassen zu können? Die Uetiker BotschafterInnen delegieren gerne drei VertreterInnen für die Mitwirkung als Beirat (nicht bestimmt von der Lobby für Uetikon).

Rechtliche Fragen (Rechtsmittelbelehrung)

  • Welche Möglichkeiten hat die Bevölkerung und die Gemeinde Uetikon, vor und nach der Festlegung auf den Gestaltungsplan und dessen Vorschriften Einfluss zu nehmen (nebst Ablehnung der Umzonung)?
  • Sind Einzelpersonen oder nur Verbände rekursberechtigt?
  • Kann der Kanton die Mittelschule auch bauen, wenn die Umzonung in die Zone für öffentliche Bauten an der GV abgelehnt würde?
  • Kann resp. darf ein kantonaler Gestaltungsplan festgelegt werden, bevor im kantonalen Richtplan die Berufsfachschule rechtskräftig eingetragen ist? Und bevor die Landaufteilung zwischen Kanton und Gemeinde sowie die Mutationen der Grundstücke vollzogen ist? 

Sachliche Fragen

  • Wurde die Qualität der Passerelle (Breite, Ausgestaltung) näher definiert?
  • Wurde das Volumen (Höhe und Breite) des Baufeldes C2 (Aula) im Gestaltungsplan angepasst, um die massive Überschreitung des Volumens des Richtkonzepts zu korrigieren?
  • Kann das Ofengebäude weiterhin durch einen Neubau ersetzt werden, obschon hier – auch zusammen mit den vier alten Bäumen am Seeufer – eine sehr wertvolle ortsbildprägende Einheit und Wirkung besteht, die grundsätzlich erhalten bleiben muss?

Diese beiden letztgenannten Punkte erachten wir als massive Verletzung des Beteiligungs-Prozesses: Sie wurden (i) innerhalb des Beteiligungsverfahrens nie erwähnt, (ii) sie wurden an den öffentlichen Veranstaltungen im Juni 2020 nicht präsentiert, (iii) sie stehen im Widerspruch zum breit kommunizierten Masterplan und zum Richtkonzept.

Im Namen der Lobby für Uetikon haben die folgenden Personen den Brief an den Kanton unterzeichnet:

Edith Bucher, Alfons Fischer, Andreas Gamper, Brigitte Gloor, Erica Kuster, Werner Mäder, Suzanne Naef Thalmann, Andreas Natsch, Markus Nuesch, Valentin Peer

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