Zentrumsentwicklung: Die Lobby nimmt Stellung zum Entwurf für die Investorenausschreibung für die Vergabe der Liegenschaft Bergstrasse 97

Am 3. Januar 2017 hat die Gemeinde auf ihrer Homepage publiziert, was sie seit dem Zukunftsworkshop zur Zentrumsentwicklung unternommen hat und vorgestellt, dass sie zur weiteren Entwicklung des Zentrums das Grundstück Bergstrasse 97 an einen Investor im Baurecht. Sie lädt die Bevölkerung ein bis
3. Februar 2017 zum Entwurf für die Investorensuche Stellung zu nehmen. Die Lobby für Uetikon hat mir Schreiben vom 29. Januar 2017 wie folgt Stellung genommen:

Mit Freude hat die Lobby für Uetikon zur Kenntnis genommen, dass die Zentrumsentwicklung vom Gemeinderat weiter vorangetrieben wird. Den Workshop dazu haben wir sehr positiv erlebt. Ebenfalls begrüssen wir explizit, dass der Gemeinderat der Bevölkerung die Möglichkeit gibt, sich zu äussern zum Entwurf für die Investorenausschreibung für die Vergabe der Parzelle Kat. Nr. 3751 im Baurecht für die Realisierung einer Überbauung.

  1. Für die Lobby für Uetikon ist wichtig, dass ein attraktives, lebendiges Zentrum entsteht und die Ideen aus dem Zentrumsworkshop umgesetzt werden. Leider sind diese nicht in schriftlicher Form vorhanden. Die Lobby für Uetikon bedauert, dass nicht wie am Workshop angekündigt, die Personen in den Prozess einbezogen werden, die ihr Interesse dafür anmelden konnten.
  2. Ein attraktives Dorfzentrum benötigt einen grossen Coop oder eine grosse Migros, wie in Stäfa, Meilen oder Feldmeilen, damit die weiteren Geschäfte von der Laufkundschaft profitieren können und ein „Café“ rentiert. Wir finden diese Anforderung so nicht in der Ausschreibung.
  3. Die Parzelle Kat. Nr. 3751 ist relativ klein, selbst mit der Option der Überbauung des Parkplatzes, um die Anliegen des Zentrumsworkshops und insbesondere dasjenige eines grossen Detailhändlers umzusetzen. Möglicherweise fehlt die Anforderung nach einem grossen Detailhändler auch deshalb in der Investorenausschreibung.
  4. Die Gemeinde hat explizit und sinnvollerweise die Parzelle Bergstrasse 97 und die Parzellen des Riedstegzentrums zur Entwicklung des Dorfzentrums erworben. Die Planung und Realisierung der Zentrumsentwicklung darf sich nicht nur auf die Parzelle Bergstrasse 97 beschränken, sondern hat das Riedstegzentrum mit einzubeziehen. Es müssen dafür auch bauliche Anpassungen am Riedstegzentrum vorgenommen werden können, wie zum Beispiel eine ebenerdige Verbindung hinterer Riedstegplatz zum neuen Einkaufszentrum für Fussgänger, damit ein Ganzes entsteht.
  5. Die Lobby für Uetikon befürchtet, dass mit der Beschränkung der Entwicklung auf die Parzelle Bergstrasse 97 ein Flickwerk entsteht und – entgegen der Absicht von allen – das heute als Zentrum nicht wirklich funktionierende Riedstegzentrum für Jahrzehnte zementiert wird.
  6. Wir hätten es daher begrüsst, wenn im Anschluss an den Workshop mit allen
    Liegenschaftenbesitzern rund um das Riedstegzentrum die Entwicklung des Dorfzentrums gemeinsam an die Hand genommen worden wäre. Wenn Konzeptstudien in Auftrag gegeben worden wären, wie eine Umsetzung über alle Liegenschaften hinweg aussehen könnte, und erst im Anschluss die Ausschreibung für die Parzelle Bergstrasse 97 erfolgt wäre. Möglicherweise ist ein Prozess in diese Richtung erfolgt und er ist der Lobby für Uetikon und der Öffentlichkeit einfach nicht kommuniziert worden. In diesem Zusammenhang sollte die Machbarkeitsstudie öffentlich zugänglich sein.
  7. Zwingend für die Lobby für Uetikon ist, dass zum Zeitpunkt der Abstimmung über den Baurechtsvertrag aufgezeigt wird, wie die Entwicklung des gesamten Zentrums aussehen soll, insbesondere wie das Riedstegzentrum darin integriert ist.
  8. Die anvisierte Nutzung des neuen Gebäudes soll im Baurechtsvertrag vertraglich festgehalten werden.
  9. Eine offene Frage sind für die Lobby für Uetikon die Verkehrsströme, die mit der Ansiedelung eines grossen Detailhändlers im Zentrum entstehen. Wir ersuchen die
    Gemeinde, diesen Aspekt zu klären und die Studie, die zur Zeit erstellt wird, bei Abschluss zu veröffentlichen.
  10. Was die Ausschreibung als solches anbelangt, so sind wir der Auffassung, dass die Nutzungsanforderungen Teil der Kriterien für die Auswahl des Investors sein sollten.

Wir danken der Abteilung Liegenschaften und dem Gemeinderat für das Vorantreiben der Zentrumsentwicklung und hoffen, dass unsere Anliegen aufgenommen werden.

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