Die Lobby am Uetiker Herbstmarkt 2017

 

Die Lobby für Uetikon hat sich in Vergangenheit immer wieder erfolgreich mit der Gemeindeentwicklung befasst, ist aktiv gewesen in Wahlen und Abstimmungen und hat sich mit Informationsblättern in Szene gesetzt. In diesem Herbst hat sie sich erstmals auch mit einem eigenen Stand am Uetiker Herbstmarkt beteiligt.

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Schon in der Vorbereitung hat sich gezeigt, wie viele Talente unter den Aktivisten der Lobby schlummern und so zum Erfolg des Standes beitragen konnten. Von der Gestaltung des Informationsmaterials über den Aufbau des Standes selbst bis zum attraktiven Wettbewerbsrad oder mit aktiver Standpräsenz am Tag selbst hat jede und jeder nach seinen Fähigkeiten zum gelungenen Auftritt der Lobby beigetragen.

© Werner Mäder, Uetikon__DSC0138

Das Interesse war denn auch gross und die Lobby konnte viele Interessiert über die wichtigsten Hotspots in der Gemeinde informieren und im Gespräch den Puls der Einwohnerinnen und Einwohner fühlen.

© Werner Mäder, Uetikon__DSC0136

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Und selbstverständlich sind wir immer offen für Feedback. Kommentieren Sie diesen Blog oder unseren Stand am Herbstmarkt im Kommentarfeld.

Ortsgeschichte ja – aber bitte vollständig

Die Lobby für Uetikon hat an der letzten Sitzung auch das Thema Ortsgeschichte Uetikon diskutiert. Die Lobby findet es grundsätzlich positiv, dass die Gemeinde die Ortsgeschichte von Uetikon aufarbeiten und nachführen will, bedauert allerdings die Tatsache, dass die für die Entwicklung der Gemeinde so wichtige Chemie Uetikon in der Chronik nicht gebührend beleuchtet werden soll. Die Lobby ist der Ansicht,  dass die Chemie Uetikon die Geschichte des Dorfes stark geprägt hat und daher in der Ortsgeschichte ihren Platz erhalten sollte.

Die Lobby für Uetikon fordert den Gemeinderat auf, Mittel und Wege zu suchen, diesem Anliegen bei der Aufarbeitung der Uetiker Ortsgeschichte Rechnung zu tragen, trotz formeller Mängel der kürzlich eingereichten Initiative.

Mehr über die Rolle der Chemie Uetikon in der Entwicklung Uetikons finden Sie in unserem früheren Beitrag mit lesenswerten Faksimiles.

Stellungnahme zur Teilrevision des Zonenplans und zum privaten Gestaltungsplan Birchweid

Die Gemeinde Uetikon hat alle interessierten Kreise aufgefordert, zur Teilrevision des Zonenplans und zum privaten Gestaltungsplan Birchweid Stellung zu nehmen und Anträge zu formulieren. In Anbetracht der Bedeutung dieses Grundstücks für das Erscheinungsbildes der Gemeinde und in Würdigung des Bekenntnisses der Eigentümerschaft zu einer vorbildlichen Überbauung hat sich die Lobby  intensiv mit dem Projekt auseinandergesetzt. Sie begrüsst die generelle Stossrichtung des vorliegenden Gestaltungsplans zwar grundsätzlich, sieht aber eine Reihe von Voraussetzungen, die erfüllt sein müssten, damit die Lobby das Projekt als Leuchtturmprojekt in der kommenden politischen Auseinandersetzung auch aktiv unterstützen kann.

Stellungnahme der Lobby zuhanden des Gemeinderats

Die Lobby für Uetikon hat sich intensiv mit mit der Teilrevision des Zonenplans und dem neuen privaten Gestaltungsplan Birchweid auseinander gesetzt. Wir danken dem Gemeinderat und allen Involvierten für die Informationsveranstaltung und den Grundeigentümern, vertreten durch Herrn Geilinger, für die Bereitschaft, das Projekt mit der Lobby für Uetikon vertieft zu diskutieren – insbesondere auch zur Materialisierung.

Die Birchweid und im Besonderen der freie Blick auf den Kirchenhügel ist ein Identität stiftendes und bedeutendes Wahrzeichen am Dorfeingang von Uetikon. Die Lobby für Uetikon anerkennt aber, dass die Birchweid als Bauland in Bahnhofsnähe eine wichtige Funktion für die weitere Entwicklung der Wohngemeinde Uetikon hat. Gerade deshalb wünschen wir uns, dass die Überbauung der Birchweid sowohl in gestalterischer, gesellschaftlicher, als auch ökologischer Hinsicht zu einer Art Leuchtturmprojekt für die Gemeinde wird. Unsere Vision wäre beispielsweise, dass zukünftige Architekturstudent/innen die Siedlung Birchweid wegen ihrer herausragend gut gelungenen Gesamtwirkung und wegen ihrer vorbildlichen Integration ins Dorfbild besuchen werden.

Folgende Aspekte des Projekts und des privaten Gestaltungsplan gefallen uns und begrüssen wir:

  • Freihalten der Obstbauanlage / Blumenwiese (Kat. Nr. 3881), Sicherung Ortsbild
  • Keine Autos und Strassen oberirdisch
  • Öffentlicher Weg durch die Siedlung
  • Freifläche in der Mitte der Siedlung
  • Idee der Hofgruppen – „Kleingemeinschaften“
  • In der Höhe abgestufte Bauten (Spiel mit der Höhe, nicht alle Gebäude gleich hoch)
  • Verschiedene Wohnungstypen / Durchmischung Miet- und Eigentumswohnungen
  • Raum für stilles Gewerbe (z.B. Spitex, Ärzte, Kitas)
  • Einbezug Landschaftsarchitekt

Damit die Lobby für Uetikon das Projekt als Leuchtturmprojekt unterstützen kann, sind jedoch eine Reihe von weiteren Voraussetzungen wichtig.

1 Visualisierung

Antrag

Es sei eine bildliche Visualisierung des Richtprojekts (z.B. in Form von Renderings, isometrischen Zeichnung, etc.), insbesondere die Bauhöhen und den Blick zum Kirchenhügel betreffend von verschiedenen Blickpunkten an der Bergstrasse, dem Rankweg Richtung Gseck und Richtung Bahnhof zu erstellen und in den erläuternden Gestaltungsplan zu integrieren.

Begründung

Wie der Sichtbezug zum Kirchenhügel aufgrund der Höhe der Gebäude je nach Standort ausfällt und wie die Siedlung als Gesamtes wirkt, sind ab Plan und Modell nicht wirklich zu erfassen. Visualisierte Darstellungen finden sich im Gestaltungsplan nur zur Lärmschutzmauer und zur Entsorgung.

Es braucht daher eine bildliche Darstellung der gesamten Siedlung „von der Seite her“, damit alle, auch diejenigen ohne sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen, sich ein klares Bild von der Siedlung machen können. Siehe dazu auch Begründung zum Antrag betreffend Gestaltung. Nur so ist sichergestellt, dass die Bürger/innen wissen, worüber sie abstimmen.

2 Gestaltung und Materialisierung

Antrag

Im Gestaltungsplan sei unter Art. 3 zu konkretisieren, nach welchen Kriterien resp. Wirkungen – abgesehen vom Blickbezug zum Kirchenhügel – die Beziehung zum Ortsbild sowie zur baulichen und landschaftlichen Umgebung im architektonischer Ausdruck, der
Materialisierung der Gebäude und der Fassadengestaltung zum Ausdruck kommen sollen.

Begründung

Auf der Birchweid soll gemäss §71 PBG ein Projekt von hoher Gestaltungsqualität realisiert werden, bei dem die architektonische Gestaltung zusammen mit der Umgebung (insbesondere dem Kirchenhügel) zu einer besonders guten Gesamtwirkung führt.

Wie die Siedlung als Ganzes wirkt, ist sehr stark von den Fassaden und der Materialisierung abhängig. Im Gestaltungsplan sind keine Hinweise oder Kriterien dazu enthalten. Im Richtprojekt ist zur Materialisierung vermerkt, dass eine robuste Konstruktion gewählt werden soll. Die Lobby für Uetikon fürchtet, dass klobige Baukörper und eine erratisch wirkende Siedlung entstehen könnten.

Wir wünschen uns Fassaden und eine Materialisierung, die hochwertig sind und die die Siedlung und Bauten leicht, offen, einladend, in Kommunikation mit der Umgebung wirken lassen.

Hinweis zum Rankhof

Die Lobby für Uetikon hat den Eindruck erhalten, dass eine der Hofgruppen sehr nahe an den Rankhof zu stehen kommt und diesen erdrücken, resp. seine erhaltenswerte Wirkung nehmen könnte. Wir ersuchen um Beachtung dieses Aspekts. Auf einen expliziten Antrag dazu verzichten wir.

3 Gesellschaftlich

Antrag

Es sei in den Bestimmungen des privaten Gestaltungsplans festzuhalten, dass angemessen Räume für stilles Gewerbe (wie im Erläuternden Bericht enthalten) und Gemeinschaftsäume für die Siedlung vorzusehen sind.

Begründung

Es soll eine lebendige, durchmischte Siedlung mit einem guten Gemeinschaftsleben entstehen. Gewerbe im Dorf Raum zu geben ist insbesondere auch aus verkehrstechnischen Gründen sinnvoll. Hierfür im Parterre stilles Gewerbe (z.B. für Spitex, Kita, etc.) vorzusehen macht wie im erläuternden Bericht erwähnt Sinn. Da der erläuternde Bericht nicht verbindlich ist, ist dies in den Gestaltungsplan aufzunehmen. Ferner sind, damit die Gemeinschaft gepflegt werden kann, entsprechende Räume vorzusehen und die Einrichtung solcher im Gestaltungsplan vorzusehen.

4 Ökologie

Antrag

Es sei im Gestaltungsplan vorzugsweise in einem eigenen Artikel zur Ökologie oder in Art. 9 aufzunehmen, dass eine ökologisch besonders wertvolle Siedlung zu erstellen ist. Dies sei insbesondere wie folgt zusätzlich zum Anschluss an den Wärmeverbund und die Minergiestandards zu realisieren:

  • Intensive Begrünung der Dächer (schliesst Solarzellen nicht aus)
  • Ökologisch wertvolle Umgebungsgestaltung
  • Kompatibel zum energiepolitischen Modell der 2000 Watt Gesellschaft
  • Beschränkung auf 1 PP pro Wohnung, zzgl. Besucher-PP

Begründung

Eine intensive Begrünung der Dächer, lässt die ehemalige Grünfläche Birchweid auf den Dächern der Gebäude weiterleben. Ferner ermöglicht eine ökologisch wertvolle Gestaltung der Umgebung und der Dächer eine Biodiversität, welche für unserer Zukunft wichtig ist und heute vom Naturnetzwerk Pfannenstil, dem auch die Gemeinde Uetikon zugehörig ist, angestrebt und gefördert wird.

Angesichts der Bahnhofsnähe rechtfertigt es sich, die Anzahl PP zu reduzieren. Dies empfiehlt sich auch aus Sicherheitsgründen, da bei der Zufahrt auf den Linksabbiegestreifen verzichtet wurde und weniger Autos weniger Verkehr bedeuten. Zudem fallen so auch die Kosten tiefer aus, was kostengünstigere Wohnungen ermöglicht und dem angestrebten Ziel der Durchmischung entspricht.

Die Eigentümer sollen ausserdem prüfen, ob angesichts der hervorragenden Verkehrslage der Siedlung eine Realisierung im Rahmen des energiepolitischen Modells „2000-Wattgesellschaft“ möglich ist.

5 Technische Aufbauten

Antrag

Technische Aufbauten sollen die Referenzhöhe des Rankhofes nicht überschreiten.

Begründung

Technische Aufbauten erhöhen die effektive Bauhöhe. Mit der Referenzhöhe des Rankhofes ist die Schmerzgrenze erreicht.

Wir danken für die Möglichkeit der Stellungnahme und hoffen, dass unsere Anliegen aufgenommen werden.

Mit freundlichen Grüssen

Für die Lobby für Uetikon:
Suzanne Naef Thalmann, Alfons Fischer, Andreas Natsch, Andreas Gamper

 

Hintergründe zum Ende einer Industrie-Epoche

Im nächsten Frühling läuft der Mietvertrag der CU mit dem Kanton; das wertvolle Land am See ist schon jetzt in gemeinsamem Besitz von Kanton Zürich und Gemeinde Uetikon. Damit endet die Industrieepoche unserer Gemeinde, die über viele Jahrzehnte von der „Uetikon“ und der Industriellen-Famile Schnorf geprägt war. Die Lobby für Uetikon ist der Ansicht, dass dies der richtige Zeitpunkt ist für eine Rückschau auf die fast 200-jährige ‚Ehe’ der Chemiefabrik mit unserem Dorf.

Wir begrüssen daher die letzte Woche von drei Privatpersonen eingereichte Initiative ‚Neue Ortsgeschichte Uetikon’. Die Initianten möchten damit erreichen, dass die 200- jährige Industriegeschichte Uetikons für die Nachwelt historisch aufgearbeitet wird.

Die Bewohnerinnen und Bewohner von Uetikon, aber auch die zukünftigen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums am See, könnten so die Spuren der industriellen Entwicklung in unsere Gemeinde und die weiterhin sichtbaren Relikte dieser Epoche auf dem neu zu gestaltenden Gelände näher kennenlernen. Quellenmaterial zu dieser wechselvollen Geschichte ist gemäss den Initianten ausreichend vorhanden.

Bereits heute können wir Ihnen eine Art „Gruss aus der Küche“ zu diesem Thema präsentieren. 1998/99 ist nämlich in «Uetikon aktuell» eine vierteilige Artikelreihe «Die Fabrik und das Dorf» erschienen, die wir Ihnen  hier gerne als PDF im Original-Loyout der damaligen Zeit verfügbar machen.

Die acht Seiten vermitteln interessante Fakten und Zusammenhänge, die – obwohl vor bald 20 Jahren aufgearbeitet – einen ersten Einblick geben in diese jetzt auslaufende Epoche und die das Verständnis und den Bezug zu ‘Schnorfikon’ vertiefen helfen.

Birchweid-Projekt überzeugt Lobby nicht

„Die Lobby für Uetikon hat sich an ihrer letzten Sitzung mit dem vom Gemeinderat öffentlich aufgelegten neuen Gestaltungsplan zur Birchweid erstmals auseinander gesetzt.

Die Birchweid ist eine geliebte Wiese der Uetikerinnen und Uetikern, viele gehen fast täglich über das Gelände auf dem Weg zum Bahnhof und geniessen den schönen Blick auf den Kirchenhügel. Dem Ortsbild gilt es Sorge zu tragen.

Freude löste das Vorhaben mit den fünf Hofgruppen an der Sitzung nicht aus, auch wenn positiv zu vermerken ist, dass die Obstbaumparzelle westlich des Rankweges nicht bebaut werden soll und die Überbauung einen zentralen Grünbereich aufweist.

Die Uetikerinnen haben 2013 eine Umzonung abgelehnt, weil diese zu hohe Bauten ermöglicht hätte, der jetzige Vorschlag ist zwar weniger dicht, sieht aber mit den Punktbauten noch höhere Bauten vor. Die Lobby fürchtet, dass diese 5 Punktbauten am Eingang des Dorfs zum neuen hässlichen Wahrzeichen von Uetikon werden könnten, anstelle des heutigen schönen Kirchenhügels.

Offen ist für die Lobby in welchem preislichen Segment die Wohnungen zu liegen kommen sollen, für wen also die neuen Wohnungen gedacht sind. Die Lobby für Uetikon hat sich noch keine abschliessende Meinung gebildet, vermisst aber stark einen Überbauungsvorschlag der ein architektonisches Highlight darstellt.“

Zentrumsentwicklung: Die Lobby nimmt Stellung zum Entwurf für die Investorenausschreibung für die Vergabe der Liegenschaft Bergstrasse 97

Am 3. Januar 2017 hat die Gemeinde auf ihrer Homepage publiziert, was sie seit dem Zukunftsworkshop zur Zentrumsentwicklung unternommen hat und vorgestellt, dass sie zur weiteren Entwicklung des Zentrums das Grundstück Bergstrasse 97 an einen Investor im Baurecht. Sie lädt die Bevölkerung ein bis
3. Februar 2017 zum Entwurf für die Investorensuche Stellung zu nehmen. Die Lobby für Uetikon hat mir Schreiben vom 29. Januar 2017 wie folgt Stellung genommen:

Mit Freude hat die Lobby für Uetikon zur Kenntnis genommen, dass die Zentrumsentwicklung vom Gemeinderat weiter vorangetrieben wird. Den Workshop dazu haben wir sehr positiv erlebt. Ebenfalls begrüssen wir explizit, dass der Gemeinderat der Bevölkerung die Möglichkeit gibt, sich zu äussern zum Entwurf für die Investorenausschreibung für die Vergabe der Parzelle Kat. Nr. 3751 im Baurecht für die Realisierung einer Überbauung.

  1. Für die Lobby für Uetikon ist wichtig, dass ein attraktives, lebendiges Zentrum entsteht und die Ideen aus dem Zentrumsworkshop umgesetzt werden. Leider sind diese nicht in schriftlicher Form vorhanden. Die Lobby für Uetikon bedauert, dass nicht wie am Workshop angekündigt, die Personen in den Prozess einbezogen werden, die ihr Interesse dafür anmelden konnten.
  2. Ein attraktives Dorfzentrum benötigt einen grossen Coop oder eine grosse Migros, wie in Stäfa, Meilen oder Feldmeilen, damit die weiteren Geschäfte von der Laufkundschaft profitieren können und ein „Café“ rentiert. Wir finden diese Anforderung so nicht in der Ausschreibung.
  3. Die Parzelle Kat. Nr. 3751 ist relativ klein, selbst mit der Option der Überbauung des Parkplatzes, um die Anliegen des Zentrumsworkshops und insbesondere dasjenige eines grossen Detailhändlers umzusetzen. Möglicherweise fehlt die Anforderung nach einem grossen Detailhändler auch deshalb in der Investorenausschreibung.
  4. Die Gemeinde hat explizit und sinnvollerweise die Parzelle Bergstrasse 97 und die Parzellen des Riedstegzentrums zur Entwicklung des Dorfzentrums erworben. Die Planung und Realisierung der Zentrumsentwicklung darf sich nicht nur auf die Parzelle Bergstrasse 97 beschränken, sondern hat das Riedstegzentrum mit einzubeziehen. Es müssen dafür auch bauliche Anpassungen am Riedstegzentrum vorgenommen werden können, wie zum Beispiel eine ebenerdige Verbindung hinterer Riedstegplatz zum neuen Einkaufszentrum für Fussgänger, damit ein Ganzes entsteht.
  5. Die Lobby für Uetikon befürchtet, dass mit der Beschränkung der Entwicklung auf die Parzelle Bergstrasse 97 ein Flickwerk entsteht und – entgegen der Absicht von allen – das heute als Zentrum nicht wirklich funktionierende Riedstegzentrum für Jahrzehnte zementiert wird.
  6. Wir hätten es daher begrüsst, wenn im Anschluss an den Workshop mit allen
    Liegenschaftenbesitzern rund um das Riedstegzentrum die Entwicklung des Dorfzentrums gemeinsam an die Hand genommen worden wäre. Wenn Konzeptstudien in Auftrag gegeben worden wären, wie eine Umsetzung über alle Liegenschaften hinweg aussehen könnte, und erst im Anschluss die Ausschreibung für die Parzelle Bergstrasse 97 erfolgt wäre. Möglicherweise ist ein Prozess in diese Richtung erfolgt und er ist der Lobby für Uetikon und der Öffentlichkeit einfach nicht kommuniziert worden. In diesem Zusammenhang sollte die Machbarkeitsstudie öffentlich zugänglich sein.
  7. Zwingend für die Lobby für Uetikon ist, dass zum Zeitpunkt der Abstimmung über den Baurechtsvertrag aufgezeigt wird, wie die Entwicklung des gesamten Zentrums aussehen soll, insbesondere wie das Riedstegzentrum darin integriert ist.
  8. Die anvisierte Nutzung des neuen Gebäudes soll im Baurechtsvertrag vertraglich festgehalten werden.
  9. Eine offene Frage sind für die Lobby für Uetikon die Verkehrsströme, die mit der Ansiedelung eines grossen Detailhändlers im Zentrum entstehen. Wir ersuchen die
    Gemeinde, diesen Aspekt zu klären und die Studie, die zur Zeit erstellt wird, bei Abschluss zu veröffentlichen.
  10. Was die Ausschreibung als solches anbelangt, so sind wir der Auffassung, dass die Nutzungsanforderungen Teil der Kriterien für die Auswahl des Investors sein sollten.

Wir danken der Abteilung Liegenschaften und dem Gemeinderat für das Vorantreiben der Zentrumsentwicklung und hoffen, dass unsere Anliegen aufgenommen werden.

JA zum Gymi-Provisorium und NEIN zum Baurechtsvertrag

Die Lobby hat die wichtigen Geschäfte «Provisorium Kantonsschule (Riedstegwiese)» und «Baurechtsvertrag (Grundstücke altes Gemeindehaus)», über die an der Gemeindeversammlung vom 5. Dezember 2016 abgestimmt werden soll, intensiv diskutiert.

Wir empfehlen ein JA zur Teilrevision der Richt- und Nutzungsplanung (Provisorium Kantonsschule) und ein NEIN zum Baurechtsvertrag (Grundstücke altes Gemeindehaus).

Hier finden Sie Gründe, warum wir das Gymi-Provisorium befürworten:

Wir sagen JA zum Gymi-Provisorium

  1. Das Provisorium ermöglicht einen sanften und abgestuften Einstieg in die neue Rolle als Standtortgemeinde für ein Gymnasium. Es trägt dazu bei, dass die neue Schule langsam zu einem Teil des Dorflebens wird.
  2. Der schrittweise Aufbau des Provisoriums ermöglicht eine Belebung des Dorf-Zentrums und eröffnet neue Perspektiven für das Gewerbe.
  3. Das Provisorium ist die logische Folge des geplanten Gymnasiums am See sowie des Landkaufs durch die Gemeinde am See.
  4. Es geht letztlich um die Bildung unserer Jugend. Fehlt es an Kantonsschulhäusern, werden einfach die Anforderungen für die Mittelschulprüfungen verschärft, bis die Schülerzahl «stimmt»; dies führt zu einem verdeckten Numerus Clausus für unsere Kinder.

Wir sagen NEIN zum Baurechtsvertrag für die Grundstücke altes Gemeindehaus

Die Lobby für Uetikon lehnt eine Abgabe der Grundstücke altes Gemeindehaus (Baurechtsvertrag für 99 Jahre) aus folgenden Gründen entschieden ab:

  1. Die Gemeindehausparzellen sind strategisch wichtiges Land. Diese dürfen ohne triftigen Grund (z.B. finanzieller Engpass der Gemeinde) nicht weggegeben werden. Uetikon wird in den nächsten Jahren stark wachsen und braucht in Zentrumsnähe noch gestaltbaren Raum für künftigen Bedarf. Wir denken etwa an Alterswohnungen – die Lage ist geradezu ideal dafür – oder Entwicklung der Schulinfrastruktur bei steigender Einwohnerzahl. Andere Bedürfnisse der kommenden Jahrzehnte sind aktuell nicht abschätzbar. Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Parzellen heute weggeben werden sollen. So ginge dieser Gestaltungsspielraum verloren. Die Grundstücke sollen als gemeindeeigene Reserve behalten werden.
  2. Die Gemeinde ist nicht auf zusätzliche Einnahmen angewiesen. Die Finanzplanung, welche im Zusammenhang mit dem Erwerb des Grundstückes am See gemacht wurde, hat gezeigt, dass Uetikon nicht auf zusätzliche Einnahmequellen angewiesen ist. Die neuen Wohnungen am See werden zudem gute Steuerzahler bringen.
  3. Die Gemeinde soll nicht dazu beitragen, den bevorstehenden grossen Entwicklungsschub noch weiter zu beschleunigen. Die Lobby befürwortet grundsätzlich eine nachhaltige Entwicklung Uetikons. Sie ist aber der Ansicht, dass aktuell die Grenzen der Dynamik erreicht sind.
    Die kurz vor Abschluss stehenden oder geplanten Überbauungen Scheug, Scheug II, Tramstrasse, Alpenblick, Gseck und Birchweid bringen der Gemeinde mehr als 150 neue Wohnungen. Eine Überbauung des kürzlich durch die Gemeinde gekauften Seeareals bringt weitere geschätzte 200 Wohnungen. Wir erwarten bis 1000 zusätzliche Einwohner(-innen) für Uetikon in den nächsten 10 Jahren. Das Gesicht Uetikons wird sich auch ohne Neu-bauten auf den Gemeindehausparzellen stark verändern.
  4. Es stehen verschiedene Entwicklungsvorhaben an, unter anderem auch eines für das Zentrum Riedsteg im Dorf Ohne Gesamtschau heute Land in Zentrumsnähe wegzugeben, schränkt den Gestaltungsraum unnötig ein.
  5. Die Lobby für Uetikon möchte Alternativen zur Vergabe im Baurecht geprüft haben. Der Bevölkerung wurden keine Alternativen zur Vergabe im Baurecht aufgezeigt. Es gibt sinnvolle und auch längerfristige (Zwischen-) Nutzungen. Dazu zählen die Unterbringung von Flüchtlingen, die Nutzung durch ausserschulische Kinderbetreuung, die Vermietung der bestehenden Wohnungen etc.
  6. Das Vorgehen des Gemeinderates entspricht nicht der demokratischen Kultur. Im Dezember 2013 hat die Gemeindeversammlung deutlich Nein gesagt zu einem Verkauf der Gemeindehausparzellen. Eine Vergabe im Baurecht für 99 Jahre bedeutet für unsere und die Generation unserer Kinder das Gleiche wie ein Verkauf des Landes. Das gleiche Geschäft unter leicht veränderten Vorzeichen, notabene an den gleichen privaten Investor, nach so kurzer Zeit wieder zur Abstimmung zu bringen, ist nicht angebracht. Im Moment ist die politische Agenda besetzt mit den Themen Seeufer und Gymnasium. Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine fundierte Auseinandersetzung der Bevölkerung mit einer so wichtigen Thematik innerhalb von nur vier Wochen nicht möglich.
  7. Die Vergabe von strategisch wichtigem, zentrumsnahen Bauland zu einem „tiefen“ Baurechtszins bringt weder einen Mehrwert für die Gemeinde noch preisgünstige Familienwohnungen. Der Gemeinderat schreibt in den Abstimmungsunterlagen, es entstünden Familienwohnungen. Der vorliegende Vertrag legt dies aber nicht fest. Es besteht keine Garantie, dass erschwingliche Familienwohnungen entstehen.
  8. Die heutige Generation soll künftigen Generationen Gestaltungsraum belassen. Der verfügbare Raum in Uetikon ist knapp und wird noch knapper. Wir möchten auch unseren Kindern noch Gestaltungsraum ermöglichen.

Die Lobby für Uetikon will, dass die Überbauung der Gemeindehausparzellen im Dorf breit diskutiert werden kann und dass viele Stimmbürger(-innen) zur gleichen Einschätzung kommen und  an der Gemeindeversammlung vom 5. Dezember NEIN stimmen werden zum Baurechtsvertrag.

Mehr über die wichtigsten Brennpunkte der Gemeinde Uetikon lesen Sie in unserem Beitrag Visionen für Uetikon 2020.

Zur Baurechtsvorlage hat die Lobby für Uetikon bereits im Oktober öffentlich Stellung genommen. Lesen Sie den Beitrag dazu hier.

Nein zum Baurechtsvertrag für die Gemeindehausparzellen

Die Teilnehmenden an der Lobby-Sitzung vom 26. Oktober drücken ihre Freude darüber aus, dass an der Gemeindeversammlung mit nahezu einstimmigem Votum fast 800 Uetikerinnen und Uetiker für den Landkauf gestimmt haben.

Hingegen sind sie überrascht und perplex darüber, dass der Gemeinderat an der kommenden Gemeindeversammlung vom 5. Dezember auch einen Baurechtsvertrag zu den ‚Gemeindehausparzellen’ zur Abstimmung bringen will. Der Souverän hat den Verkauf dieser Parzellen vor fast zwei Jahren abgelehnt. Die Lobby für Uetikon kann nicht nachvollziehen, warum man diese Parzellen an zentrums- und bahnhofsnaher Lage heute ohne Not aus der Hand geben will. Es stehen verschiedene Entwicklungsvorhaben, insbesondere auch eines für das Zentrum, an und es macht keinen Sinn ohne Gesamtschau heute Land im Zentrum wegzugeben. Auch hat der Gemeinderat Wege zur Finanzierung des Landkaufs am See aufgezeigt, ohne die Gemeindehausparzellen opfern zu müssen. Der Baurechtsvertrag für die Gemeindehausparzellen ist noch nicht öffentlich bekannt, es bleiben voraussichtlich knapp zwei Wochen, um sich mit diesem einschneidenden Geschäft zu befassen, was per se und insbesondere angesichts dessen, dass das Provisorium für das Gymnasium an der nächsten Gemeindeversammlung behandelt wird, zu kurz ist. Die Lobby sagt daher Nein zur Abgabe der Gemeindehausparzellen im Baurecht.

Wir sagen JA zum Landerwerb am See

Nach intensiver Diskussion und mit klarem Mehr hat sich die Lobby für ein JA zum Landerwerb am See entschieden.

Der öffentliche Zugang zum See ist eines der Kernanliegen der Lobby; das Fabrikareal der CU Chemie Uetikon ist einer wichtigsten Brennpunkten der Gemeinde, welche die Lobby im Rahmen seiner Vision Uetikon 2020 definiert hat. Mit dem Landerwerb rückt nicht nur diese Vision in den Bereich des Möglichen, sondern Uetikons Bevölkerung sichert sich damit eine aktive Mitbestimmung über die künftige Nutzung dieses in vielerlei Hinsicht wichtigen Areals. Mit dem Erwerb der vorläufig unausgeschiedenen Hälfte dieses Grundstücks (die andere Hälfte über nimmt der Kanton) kann Uetikon das Entstehen eines durchmischten und belebten Ortsteils mit öffentlichem Seezugang und Seeuferweg sichern.

Dank hervorragenden Konditionen auf den Finanzmärkten führt auch die Finanzierung mit Fremdkapital nicht zu untragbaren finanziellen Lasten und kann ohne Verkauf anderer Landpartien aus dem Gemeindebesitz realisiert werden.

Flyer Ja zum Landerwerb2.jpgMit der sich abzeichnenden Lösung an einem der zentralen Brennpunkte der Gemeinde ist aber die Diskussion um die weitere Entwicklung Uetikons noch nicht abgeschlossen. Die enge Vernetzung der Brennpunkte (z.B. Bahnhof, Riedstegwiese oder  künftige Nutzung des Gemeindehausareals) müssen in Abstimmung mit der Entwicklung am See koordiniert an die Hand genommen werden.

Der Landerwerb ist ein erster, wichtiger Schritt für eine lebendige Entwicklung unserer Gemeinde. Die Position der Behörden in den weiteren Verhandlungen mit Kanton und anderen Akteuren kann durch ein wuchtiges JA der Bevölkerung an der Gemeindeversammlung vom 24. Oktober nur gestärkt werden. Wir bitten Sie daher, an diesem wichtigen Anlass teilzunehmen und ein klares JA einzulegen.

Wir werden demnächst das abgebildete Flugblatt in alle Haushaltungen verteilen. Falls Sie Ihre Freunde und Bekannten per Mail oder Briefkasten ebenfalls mit diesem Flugblatt zur Gemeinderversammlung einladen möchten, so können Sie dieses hier-als-pdf-downloaden.

Mehr über den Landerwerb, und warum man dazu JA sagen soll finden Sie auch auf der Website des überparteilichen Komitees „Uetike – meh am See“ sowie in unserem Blogbeitrag Lobby steht voll hinter „Chance Uetikon“.

Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch unseren Blog-Beitrag zum Gymi-Provisorium.

Mittelschul-Provisorium bringt Leben ins Zentrum von Uetikon

Die Lobby für Uetikon hat an ihrer Sitzung vom 27. September 2016 unter anderem auch über das geplante Gymnasium-Provisorium diskutiert. Sie befürwortet das geplante Provisorium und freut sich auf ein belebtes Dorfzentrum mit motivierten jungen Leuten.

Die Lobby versteht das Projekt als Teil einer fairen Abmachung zwischen Gemeinde und Kanton. Wenn wir das Gymnasium am See in 10 Jahren wollen, dann sollten wir auch JA sagen zu einem Provisorium. Rosinenpicker machen sich selten beliebt.

Die Lobby ist überzeugt, dass der schrittweise Aufbau eines Gymnasiums im Rahmen eines Provisoriums das Gemeindezentrum belebt und insbesondere auch dem Gewerbe neue Perspektiven eröffnet.

Wie bei jedem grösseren Projekt gibt es auch bei diesem noch eine Reihe von offenen Fragen. Angesichts der offenbar vorhandenen Befürchtungen in Teilen der Bevölkerung erwarten wir von Gemeinde und Kanton, dass diese rasch im Rahmen eines konkreten Konzeptes – basierend auf den guten Erfahrungen von Gemeinden wie Küsnacht, die bereits ein Mittelschule im Zentrum haben – beantwortet werden.

Der schrittweise Aufbau des Provisoriums gibt der Gemeinde die Chance, sich harmonisch an die Veränderungen anzupassen, die ein solches Schulzentrum mit sich bringen werden. Diskutieren Sie mit.

Hinterlassen Sie unten Ihren Kommentar oder lassen Sie uns Ihre Meinung erfahren. Und: Kommen Sie an die nächsten Gemeindeversammlungen. Es gibt wichtige Entscheide zu treffen.