JA zum Gestaltungsplan Birchweid

JA zum Gestaltungsplan Birchweid – Rückweisung des Budgetpostens Alte Bergstrasse

Die Lobby für Uetikon hat den Gestaltungsplan Birchweid bereits in früheren Sitzungen ausführlich diskutiert und ihre Einwendungen gegenüber der Bauherrschaft in mündlicher und schriftlicher Form eingebracht. In ihrer letzten Sitzung vor der Gemeindeversammlung hat sie sich nun im Detail mit der Vorlage befasst und im vorliegenden Projekt viele positive Aspekte gefunden. Mit Befriedigung stellt sie fest, dass alle ihre gemachten Einwendungen aufgenommen und mindestens teilweise auch berücksichtigt wurden. Eine Mehrheit der Lobby hat auf der Basis des vorliegenden Gestaltungsplans den Eindruck gewonnen, dass auf dem privaten Bauland eine lebenswerte, dem Ortsbild angepasste und ökologischen Aspekten Rechnung tragende Siedlung entstehen soll.

Aufgrund dieser Einschätzung sagt die Lobby für Uetikon JA zum Gestaltungsplan Birchweid.

Eine Minderheit in der Lobby bleibt dem Projekt gegenüber kritisch eingestellt.

Die Lobby hat sich ausserdem mit dem Budget befasst.

Sie wird an der Gemeindeversammlung eine Rückweisung beantragen für den Budgetbetrag von CHF 1.8 Mio. (Konto  5010.78 Alte Bergstrasse, Berg- bis Lindenstrasse)

Aus Lobby-Sicht wird aus den verfügbaren Unterlagen nicht transparent, wofür dieser Betrag einsetzt werden soll. Die Höhe des Budgetbetrags lässt aber die Befürchtung aufkommen, dass die unüberschaubar Quartierstrasse in der Kernzone so saniert werden soll, dass sie als Folge noch schneller befahrbar und damit noch gefährlicher wird. Anstelle eines teueren Ausbaus vertritt die Lobby jedoch die Meinung, dass dieser Strassenabschnitt vielmehr in eine „Tempo-30-Zone“ umgewandelt werden sollte.

Eine abschliessende Meinung zu diesem Budgetposten kann aber nur aufgrund einer transparenten Darstellung der geplanten Massnahmen durch den Gemeinderat erfolgen. Die Lobby will mit ihrer Haltung zu diesem Budgetposten jedoch nicht verhindern, dass dereinst der Ortsbus über die Alte Bergstrasse geführt wird.

Am See soll ein lebendiger Ortsteil entstehen

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Eine grosse Zahl von Interessierten aus der Gemeinde und der Umgebung hat am Samstag, 11. November 2017 an der ersten Beteiligungsveranstaltung zur Planung von „Chance Uetikon“ teilgenommen. Die Diskussion war lebhaft, die Moderation durch die Organisatoren gut und die Meinungen über die Zukunft dieses für die Gemeinde so wichtigen Areals schienen weniger weit auseinander zu liegen als vielleicht vorher vermutet.

Die Lobby für Uetikon hat sich bereits im Vorfeld der Veranstaltung mit ihrer Vision auseinandergesetzt. Das Gebiet am See gehört auch zu den „Brennpunkten“ Uetikons, die für die weitere Entwicklung unserer Gemeinde von zentraler Bedeutung sind.

Für den Erfolg des neuen Areals erachtet die Lobby eine gute Integration des neuen Quartiers in die Gemeinde als entscheidend. Die Lage – umrundet von Freiflächen und Ortsgrenzen – birgt die Gefahr, dass hier ein isolierter Ortsteil entsteht. Wichtig ist daher, dass bereits während der Planungs- und Bauphase der Besuch des entstehenden Ortsteils attraktiv ist und auch attraktiv bleibt für die BewohnerInnen von Uetikon und der ganzen Region.

Die Lobby wünscht sich in den vom Kanton und der Gemeine genutzten Flächen primär offene Plätze für flexible Nutzungen. Dabei sollen multifunktionale Strukturen geschaffen werden, so dass die verfügbaren Flächen mehrfach genutzt werden können (z.B. Aula, Gastronomie, Liegewiesen, offene Plätze, gemeinsame Infrastrukturen, etc.)

Wünschbar sind dabei:

  • ein offener Platz, der mit minimaler Infrastruktur ausgestattet ist – wo bekanntes wie Kino am See, Platz-Konzerte, Zirkus, Eispark, Herbstmarkt, Volleyball Turniere, aber auch neue Ideen Raum haben, so dass das Leben an den See kommt.
  • eine offene neue ‚Badi’ – deren Liegewiese frei genutzt werden kann, aber mit Badestegen, Bäumen und ohne Umzäunung einen idealen Anschluss an den See garantiert.

Das Areal soll ausserdem belebt werden, mit Dienstleistungen, die Passanten und Kunden anlocken (z.B. Wellness, Therapie, Weiterbildung, etc.). Besonders für regionale Weiterbildungsangebote soll die Schulinfrastruktur mitgenutzt werden. Entlang der Seestrasse sollen kleine Läden und Geschäfte entstehen. In einer der historisch wertvollen Fabrikhallen könnten gemeinsam genutzter Office- und Gewerberaum für Gewerbetreibende und Start-ups entstehen. Idealerweise käme euch eine Hightechfirma mit grösserem Firmensitz (à la Tecan oder Swarowski) dazu.

Kultur soll gross geschrieben werden: Dazu soll in der Kantonsschule eine Aula/ Mehrzweckraum in einer rohen alten Fabrikhalle entstehen – im Stil Schiffbau: Darin finden Kulturanlässe der Schule, aber auch lokale und regionale Events statt. Langweilige Gemeindesäle und Kirchgemeindesäle hat es am See schon genug, eine Aula in diesem Stil wäre redundant. Das Atrium des Kulturraums könnte dabei als Pop-up Galerie für Schul- und externe Ausstellungen genutzt werden.

Ein wichtiger Anteil wird Wohnen sein: Es darf Wohnen in der gehobenen Kategorie sein – aber nicht in einem Luxussegment, wo Wohnungen nur ein Investitionsobjekt sind, und nicht belebt werden. Die Wohnsiedlungen sollen Ökologie und Hightech verbinden – Green-city kann als Vorbild dienen – eine ökologische Leuchtturmstadt, die auch den urbanen Fabrikgroove beibehält. Kanton und Gemeinde sollen mit entsprechenden Rahmenbedingungen im Gestaltungsplan dafür sorgen, dass die Grundeigentümer im Sinne der Multifunktionalität aller Flächen verpflichtet werden, ihre Grün- und Freiräume der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Essentiell für die Integration des neuen Quartiers ist die verkehrliche Anbindung an das historisch gewachsene Uetikon. Eine enge Unter- oder Überführung der Seestrasse ist dabei keine wünschbare Option. Mit zwei auch architektonisch ansprechenden Fussgänger- und Fahrrad-Brücken – die eine von der Kreuzsteinstrasse über Geleise und Strasse und dann hinunter aufs Gelände, die andere vom Bahnhof im grosszügigen Schwung über Geleise und Strasse zum hafenseitigen Eingang des Geländes und als attraktiver Startpunkt für den Seeuferweg. Ein autonom fahrendes Minibüssli könnte für ältere oder gehbehinderte Leute diese Brücken mitbenutzen.

Für die Integration des Geländes als lebendiger Ortsteil Uetikons wird die Art der Zwischennutzung des Geländes von zentraler Wichtigkeit sein. Sie kann wesentlich mithelfen, ein organisches Zusammenwachsen der beiden Ortsteile bereits im Vorfeld der Realisierung des Gymnasiums und weiterer Nutzungen zu ermöglichen. Investitionen, die dazu beitragen, einzelne baufällige Gebäude vorübergehend für eine Zwischennutzung zu sichern, sind deshalb gut investiertes Geld.

Und noch ein letztes Wort zum Thema Geld: Ein solches Jahrhundertprojekt – das ja richtigerweise auch von Kanton und Gemeinde als „Chance Uetikon“ bezeichnet wird – soll nicht primär als langfristige „Cash-Cow“ für die Gemeinde verstanden werden. Mutige Entscheide im Sinne nachhaltiger Investitionen werden sich mittelfristig auszahlen, auch wenn ein „positives Ergebnis“ für die Gemeindefinanzen nicht bereits als unabdingbare Rahmenbedingung gesetzt wird.

Die Lobby am Uetiker Herbstmarkt 2017

 

Die Lobby für Uetikon hat sich in Vergangenheit immer wieder erfolgreich mit der Gemeindeentwicklung befasst, ist aktiv gewesen in Wahlen und Abstimmungen und hat sich mit Informationsblättern in Szene gesetzt. In diesem Herbst hat sie sich erstmals auch mit einem eigenen Stand am Uetiker Herbstmarkt beteiligt.

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Schon in der Vorbereitung hat sich gezeigt, wie viele Talente unter den Aktivisten der Lobby schlummern und so zum Erfolg des Standes beitragen konnten. Von der Gestaltung des Informationsmaterials über den Aufbau des Standes selbst bis zum attraktiven Wettbewerbsrad oder mit aktiver Standpräsenz am Tag selbst hat jede und jeder nach seinen Fähigkeiten zum gelungenen Auftritt der Lobby beigetragen.

© Werner Mäder, Uetikon__DSC0138

Das Interesse war denn auch gross und die Lobby konnte viele Interessiert über die wichtigsten Hotspots in der Gemeinde informieren und im Gespräch den Puls der Einwohnerinnen und Einwohner fühlen.

© Werner Mäder, Uetikon__DSC0136

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Und selbstverständlich sind wir immer offen für Feedback. Kommentieren Sie diesen Blog oder unseren Stand am Herbstmarkt im Kommentarfeld.

Ortsgeschichte ja – aber bitte vollständig

Die Lobby für Uetikon hat an der letzten Sitzung auch das Thema Ortsgeschichte Uetikon diskutiert. Die Lobby findet es grundsätzlich positiv, dass die Gemeinde die Ortsgeschichte von Uetikon aufarbeiten und nachführen will, bedauert allerdings die Tatsache, dass die für die Entwicklung der Gemeinde so wichtige Chemie Uetikon in der Chronik nicht gebührend beleuchtet werden soll. Die Lobby ist der Ansicht,  dass die Chemie Uetikon die Geschichte des Dorfes stark geprägt hat und daher in der Ortsgeschichte ihren Platz erhalten sollte.

Die Lobby für Uetikon fordert den Gemeinderat auf, Mittel und Wege zu suchen, diesem Anliegen bei der Aufarbeitung der Uetiker Ortsgeschichte Rechnung zu tragen, trotz formeller Mängel der kürzlich eingereichten Initiative.

Mehr über die Rolle der Chemie Uetikon in der Entwicklung Uetikons finden Sie in unserem früheren Beitrag mit lesenswerten Faksimiles.

Stellungnahme zur Teilrevision des Zonenplans und zum privaten Gestaltungsplan Birchweid

Die Gemeinde Uetikon hat alle interessierten Kreise aufgefordert, zur Teilrevision des Zonenplans und zum privaten Gestaltungsplan Birchweid Stellung zu nehmen und Anträge zu formulieren. In Anbetracht der Bedeutung dieses Grundstücks für das Erscheinungsbildes der Gemeinde und in Würdigung des Bekenntnisses der Eigentümerschaft zu einer vorbildlichen Überbauung hat sich die Lobby  intensiv mit dem Projekt auseinandergesetzt. Sie begrüsst die generelle Stossrichtung des vorliegenden Gestaltungsplans zwar grundsätzlich, sieht aber eine Reihe von Voraussetzungen, die erfüllt sein müssten, damit die Lobby das Projekt als Leuchtturmprojekt in der kommenden politischen Auseinandersetzung auch aktiv unterstützen kann.

Stellungnahme der Lobby zuhanden des Gemeinderats

Die Lobby für Uetikon hat sich intensiv mit mit der Teilrevision des Zonenplans und dem neuen privaten Gestaltungsplan Birchweid auseinander gesetzt. Wir danken dem Gemeinderat und allen Involvierten für die Informationsveranstaltung und den Grundeigentümern, vertreten durch Herrn Geilinger, für die Bereitschaft, das Projekt mit der Lobby für Uetikon vertieft zu diskutieren – insbesondere auch zur Materialisierung.

Die Birchweid und im Besonderen der freie Blick auf den Kirchenhügel ist ein Identität stiftendes und bedeutendes Wahrzeichen am Dorfeingang von Uetikon. Die Lobby für Uetikon anerkennt aber, dass die Birchweid als Bauland in Bahnhofsnähe eine wichtige Funktion für die weitere Entwicklung der Wohngemeinde Uetikon hat. Gerade deshalb wünschen wir uns, dass die Überbauung der Birchweid sowohl in gestalterischer, gesellschaftlicher, als auch ökologischer Hinsicht zu einer Art Leuchtturmprojekt für die Gemeinde wird. Unsere Vision wäre beispielsweise, dass zukünftige Architekturstudent/innen die Siedlung Birchweid wegen ihrer herausragend gut gelungenen Gesamtwirkung und wegen ihrer vorbildlichen Integration ins Dorfbild besuchen werden.

Folgende Aspekte des Projekts und des privaten Gestaltungsplan gefallen uns und begrüssen wir:

  • Freihalten der Obstbauanlage / Blumenwiese (Kat. Nr. 3881), Sicherung Ortsbild
  • Keine Autos und Strassen oberirdisch
  • Öffentlicher Weg durch die Siedlung
  • Freifläche in der Mitte der Siedlung
  • Idee der Hofgruppen – „Kleingemeinschaften“
  • In der Höhe abgestufte Bauten (Spiel mit der Höhe, nicht alle Gebäude gleich hoch)
  • Verschiedene Wohnungstypen / Durchmischung Miet- und Eigentumswohnungen
  • Raum für stilles Gewerbe (z.B. Spitex, Ärzte, Kitas)
  • Einbezug Landschaftsarchitekt

Damit die Lobby für Uetikon das Projekt als Leuchtturmprojekt unterstützen kann, sind jedoch eine Reihe von weiteren Voraussetzungen wichtig.

1 Visualisierung

Antrag

Es sei eine bildliche Visualisierung des Richtprojekts (z.B. in Form von Renderings, isometrischen Zeichnung, etc.), insbesondere die Bauhöhen und den Blick zum Kirchenhügel betreffend von verschiedenen Blickpunkten an der Bergstrasse, dem Rankweg Richtung Gseck und Richtung Bahnhof zu erstellen und in den erläuternden Gestaltungsplan zu integrieren.

Begründung

Wie der Sichtbezug zum Kirchenhügel aufgrund der Höhe der Gebäude je nach Standort ausfällt und wie die Siedlung als Gesamtes wirkt, sind ab Plan und Modell nicht wirklich zu erfassen. Visualisierte Darstellungen finden sich im Gestaltungsplan nur zur Lärmschutzmauer und zur Entsorgung.

Es braucht daher eine bildliche Darstellung der gesamten Siedlung „von der Seite her“, damit alle, auch diejenigen ohne sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen, sich ein klares Bild von der Siedlung machen können. Siehe dazu auch Begründung zum Antrag betreffend Gestaltung. Nur so ist sichergestellt, dass die Bürger/innen wissen, worüber sie abstimmen.

2 Gestaltung und Materialisierung

Antrag

Im Gestaltungsplan sei unter Art. 3 zu konkretisieren, nach welchen Kriterien resp. Wirkungen – abgesehen vom Blickbezug zum Kirchenhügel – die Beziehung zum Ortsbild sowie zur baulichen und landschaftlichen Umgebung im architektonischer Ausdruck, der
Materialisierung der Gebäude und der Fassadengestaltung zum Ausdruck kommen sollen.

Begründung

Auf der Birchweid soll gemäss §71 PBG ein Projekt von hoher Gestaltungsqualität realisiert werden, bei dem die architektonische Gestaltung zusammen mit der Umgebung (insbesondere dem Kirchenhügel) zu einer besonders guten Gesamtwirkung führt.

Wie die Siedlung als Ganzes wirkt, ist sehr stark von den Fassaden und der Materialisierung abhängig. Im Gestaltungsplan sind keine Hinweise oder Kriterien dazu enthalten. Im Richtprojekt ist zur Materialisierung vermerkt, dass eine robuste Konstruktion gewählt werden soll. Die Lobby für Uetikon fürchtet, dass klobige Baukörper und eine erratisch wirkende Siedlung entstehen könnten.

Wir wünschen uns Fassaden und eine Materialisierung, die hochwertig sind und die die Siedlung und Bauten leicht, offen, einladend, in Kommunikation mit der Umgebung wirken lassen.

Hinweis zum Rankhof

Die Lobby für Uetikon hat den Eindruck erhalten, dass eine der Hofgruppen sehr nahe an den Rankhof zu stehen kommt und diesen erdrücken, resp. seine erhaltenswerte Wirkung nehmen könnte. Wir ersuchen um Beachtung dieses Aspekts. Auf einen expliziten Antrag dazu verzichten wir.

3 Gesellschaftlich

Antrag

Es sei in den Bestimmungen des privaten Gestaltungsplans festzuhalten, dass angemessen Räume für stilles Gewerbe (wie im Erläuternden Bericht enthalten) und Gemeinschaftsäume für die Siedlung vorzusehen sind.

Begründung

Es soll eine lebendige, durchmischte Siedlung mit einem guten Gemeinschaftsleben entstehen. Gewerbe im Dorf Raum zu geben ist insbesondere auch aus verkehrstechnischen Gründen sinnvoll. Hierfür im Parterre stilles Gewerbe (z.B. für Spitex, Kita, etc.) vorzusehen macht wie im erläuternden Bericht erwähnt Sinn. Da der erläuternde Bericht nicht verbindlich ist, ist dies in den Gestaltungsplan aufzunehmen. Ferner sind, damit die Gemeinschaft gepflegt werden kann, entsprechende Räume vorzusehen und die Einrichtung solcher im Gestaltungsplan vorzusehen.

4 Ökologie

Antrag

Es sei im Gestaltungsplan vorzugsweise in einem eigenen Artikel zur Ökologie oder in Art. 9 aufzunehmen, dass eine ökologisch besonders wertvolle Siedlung zu erstellen ist. Dies sei insbesondere wie folgt zusätzlich zum Anschluss an den Wärmeverbund und die Minergiestandards zu realisieren:

  • Intensive Begrünung der Dächer (schliesst Solarzellen nicht aus)
  • Ökologisch wertvolle Umgebungsgestaltung
  • Kompatibel zum energiepolitischen Modell der 2000 Watt Gesellschaft
  • Beschränkung auf 1 PP pro Wohnung, zzgl. Besucher-PP

Begründung

Eine intensive Begrünung der Dächer, lässt die ehemalige Grünfläche Birchweid auf den Dächern der Gebäude weiterleben. Ferner ermöglicht eine ökologisch wertvolle Gestaltung der Umgebung und der Dächer eine Biodiversität, welche für unserer Zukunft wichtig ist und heute vom Naturnetzwerk Pfannenstil, dem auch die Gemeinde Uetikon zugehörig ist, angestrebt und gefördert wird.

Angesichts der Bahnhofsnähe rechtfertigt es sich, die Anzahl PP zu reduzieren. Dies empfiehlt sich auch aus Sicherheitsgründen, da bei der Zufahrt auf den Linksabbiegestreifen verzichtet wurde und weniger Autos weniger Verkehr bedeuten. Zudem fallen so auch die Kosten tiefer aus, was kostengünstigere Wohnungen ermöglicht und dem angestrebten Ziel der Durchmischung entspricht.

Die Eigentümer sollen ausserdem prüfen, ob angesichts der hervorragenden Verkehrslage der Siedlung eine Realisierung im Rahmen des energiepolitischen Modells „2000-Wattgesellschaft“ möglich ist.

5 Technische Aufbauten

Antrag

Technische Aufbauten sollen die Referenzhöhe des Rankhofes nicht überschreiten.

Begründung

Technische Aufbauten erhöhen die effektive Bauhöhe. Mit der Referenzhöhe des Rankhofes ist die Schmerzgrenze erreicht.

Wir danken für die Möglichkeit der Stellungnahme und hoffen, dass unsere Anliegen aufgenommen werden.

Mit freundlichen Grüssen

Für die Lobby für Uetikon:
Suzanne Naef Thalmann, Alfons Fischer, Andreas Natsch, Andreas Gamper

 

Hintergründe zum Ende einer Industrie-Epoche

Im nächsten Frühling läuft der Mietvertrag der CU mit dem Kanton; das wertvolle Land am See ist schon jetzt in gemeinsamem Besitz von Kanton Zürich und Gemeinde Uetikon. Damit endet die Industrieepoche unserer Gemeinde, die über viele Jahrzehnte von der „Uetikon“ und der Industriellen-Famile Schnorf geprägt war. Die Lobby für Uetikon ist der Ansicht, dass dies der richtige Zeitpunkt ist für eine Rückschau auf die fast 200-jährige ‚Ehe’ der Chemiefabrik mit unserem Dorf.

Wir begrüssen daher die letzte Woche von drei Privatpersonen eingereichte Initiative ‚Neue Ortsgeschichte Uetikon’. Die Initianten möchten damit erreichen, dass die 200- jährige Industriegeschichte Uetikons für die Nachwelt historisch aufgearbeitet wird.

Die Bewohnerinnen und Bewohner von Uetikon, aber auch die zukünftigen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums am See, könnten so die Spuren der industriellen Entwicklung in unsere Gemeinde und die weiterhin sichtbaren Relikte dieser Epoche auf dem neu zu gestaltenden Gelände näher kennenlernen. Quellenmaterial zu dieser wechselvollen Geschichte ist gemäss den Initianten ausreichend vorhanden.

Bereits heute können wir Ihnen eine Art „Gruss aus der Küche“ zu diesem Thema präsentieren. 1998/99 ist nämlich in «Uetikon aktuell» eine vierteilige Artikelreihe «Die Fabrik und das Dorf» erschienen, die wir Ihnen  hier gerne als PDF im Original-Loyout der damaligen Zeit verfügbar machen.

Die acht Seiten vermitteln interessante Fakten und Zusammenhänge, die – obwohl vor bald 20 Jahren aufgearbeitet – einen ersten Einblick geben in diese jetzt auslaufende Epoche und die das Verständnis und den Bezug zu ‘Schnorfikon’ vertiefen helfen.

Birchweid-Projekt überzeugt Lobby nicht

„Die Lobby für Uetikon hat sich an ihrer letzten Sitzung mit dem vom Gemeinderat öffentlich aufgelegten neuen Gestaltungsplan zur Birchweid erstmals auseinander gesetzt.

Die Birchweid ist eine geliebte Wiese der Uetikerinnen und Uetikern, viele gehen fast täglich über das Gelände auf dem Weg zum Bahnhof und geniessen den schönen Blick auf den Kirchenhügel. Dem Ortsbild gilt es Sorge zu tragen.

Freude löste das Vorhaben mit den fünf Hofgruppen an der Sitzung nicht aus, auch wenn positiv zu vermerken ist, dass die Obstbaumparzelle westlich des Rankweges nicht bebaut werden soll und die Überbauung einen zentralen Grünbereich aufweist.

Die Uetikerinnen haben 2013 eine Umzonung abgelehnt, weil diese zu hohe Bauten ermöglicht hätte, der jetzige Vorschlag ist zwar weniger dicht, sieht aber mit den Punktbauten noch höhere Bauten vor. Die Lobby fürchtet, dass diese 5 Punktbauten am Eingang des Dorfs zum neuen hässlichen Wahrzeichen von Uetikon werden könnten, anstelle des heutigen schönen Kirchenhügels.

Offen ist für die Lobby in welchem preislichen Segment die Wohnungen zu liegen kommen sollen, für wen also die neuen Wohnungen gedacht sind. Die Lobby für Uetikon hat sich noch keine abschliessende Meinung gebildet, vermisst aber stark einen Überbauungsvorschlag der ein architektonisches Highlight darstellt.“

Zentrumsentwicklung: Die Lobby nimmt Stellung zum Entwurf für die Investorenausschreibung für die Vergabe der Liegenschaft Bergstrasse 97

Am 3. Januar 2017 hat die Gemeinde auf ihrer Homepage publiziert, was sie seit dem Zukunftsworkshop zur Zentrumsentwicklung unternommen hat und vorgestellt, dass sie zur weiteren Entwicklung des Zentrums das Grundstück Bergstrasse 97 an einen Investor im Baurecht. Sie lädt die Bevölkerung ein bis
3. Februar 2017 zum Entwurf für die Investorensuche Stellung zu nehmen. Die Lobby für Uetikon hat mir Schreiben vom 29. Januar 2017 wie folgt Stellung genommen:

Mit Freude hat die Lobby für Uetikon zur Kenntnis genommen, dass die Zentrumsentwicklung vom Gemeinderat weiter vorangetrieben wird. Den Workshop dazu haben wir sehr positiv erlebt. Ebenfalls begrüssen wir explizit, dass der Gemeinderat der Bevölkerung die Möglichkeit gibt, sich zu äussern zum Entwurf für die Investorenausschreibung für die Vergabe der Parzelle Kat. Nr. 3751 im Baurecht für die Realisierung einer Überbauung.

  1. Für die Lobby für Uetikon ist wichtig, dass ein attraktives, lebendiges Zentrum entsteht und die Ideen aus dem Zentrumsworkshop umgesetzt werden. Leider sind diese nicht in schriftlicher Form vorhanden. Die Lobby für Uetikon bedauert, dass nicht wie am Workshop angekündigt, die Personen in den Prozess einbezogen werden, die ihr Interesse dafür anmelden konnten.
  2. Ein attraktives Dorfzentrum benötigt einen grossen Coop oder eine grosse Migros, wie in Stäfa, Meilen oder Feldmeilen, damit die weiteren Geschäfte von der Laufkundschaft profitieren können und ein „Café“ rentiert. Wir finden diese Anforderung so nicht in der Ausschreibung.
  3. Die Parzelle Kat. Nr. 3751 ist relativ klein, selbst mit der Option der Überbauung des Parkplatzes, um die Anliegen des Zentrumsworkshops und insbesondere dasjenige eines grossen Detailhändlers umzusetzen. Möglicherweise fehlt die Anforderung nach einem grossen Detailhändler auch deshalb in der Investorenausschreibung.
  4. Die Gemeinde hat explizit und sinnvollerweise die Parzelle Bergstrasse 97 und die Parzellen des Riedstegzentrums zur Entwicklung des Dorfzentrums erworben. Die Planung und Realisierung der Zentrumsentwicklung darf sich nicht nur auf die Parzelle Bergstrasse 97 beschränken, sondern hat das Riedstegzentrum mit einzubeziehen. Es müssen dafür auch bauliche Anpassungen am Riedstegzentrum vorgenommen werden können, wie zum Beispiel eine ebenerdige Verbindung hinterer Riedstegplatz zum neuen Einkaufszentrum für Fussgänger, damit ein Ganzes entsteht.
  5. Die Lobby für Uetikon befürchtet, dass mit der Beschränkung der Entwicklung auf die Parzelle Bergstrasse 97 ein Flickwerk entsteht und – entgegen der Absicht von allen – das heute als Zentrum nicht wirklich funktionierende Riedstegzentrum für Jahrzehnte zementiert wird.
  6. Wir hätten es daher begrüsst, wenn im Anschluss an den Workshop mit allen
    Liegenschaftenbesitzern rund um das Riedstegzentrum die Entwicklung des Dorfzentrums gemeinsam an die Hand genommen worden wäre. Wenn Konzeptstudien in Auftrag gegeben worden wären, wie eine Umsetzung über alle Liegenschaften hinweg aussehen könnte, und erst im Anschluss die Ausschreibung für die Parzelle Bergstrasse 97 erfolgt wäre. Möglicherweise ist ein Prozess in diese Richtung erfolgt und er ist der Lobby für Uetikon und der Öffentlichkeit einfach nicht kommuniziert worden. In diesem Zusammenhang sollte die Machbarkeitsstudie öffentlich zugänglich sein.
  7. Zwingend für die Lobby für Uetikon ist, dass zum Zeitpunkt der Abstimmung über den Baurechtsvertrag aufgezeigt wird, wie die Entwicklung des gesamten Zentrums aussehen soll, insbesondere wie das Riedstegzentrum darin integriert ist.
  8. Die anvisierte Nutzung des neuen Gebäudes soll im Baurechtsvertrag vertraglich festgehalten werden.
  9. Eine offene Frage sind für die Lobby für Uetikon die Verkehrsströme, die mit der Ansiedelung eines grossen Detailhändlers im Zentrum entstehen. Wir ersuchen die
    Gemeinde, diesen Aspekt zu klären und die Studie, die zur Zeit erstellt wird, bei Abschluss zu veröffentlichen.
  10. Was die Ausschreibung als solches anbelangt, so sind wir der Auffassung, dass die Nutzungsanforderungen Teil der Kriterien für die Auswahl des Investors sein sollten.

Wir danken der Abteilung Liegenschaften und dem Gemeinderat für das Vorantreiben der Zentrumsentwicklung und hoffen, dass unsere Anliegen aufgenommen werden.

JA zum Gymi-Provisorium und NEIN zum Baurechtsvertrag

Die Lobby hat die wichtigen Geschäfte «Provisorium Kantonsschule (Riedstegwiese)» und «Baurechtsvertrag (Grundstücke altes Gemeindehaus)», über die an der Gemeindeversammlung vom 5. Dezember 2016 abgestimmt werden soll, intensiv diskutiert.

Wir empfehlen ein JA zur Teilrevision der Richt- und Nutzungsplanung (Provisorium Kantonsschule) und ein NEIN zum Baurechtsvertrag (Grundstücke altes Gemeindehaus).

Hier finden Sie Gründe, warum wir das Gymi-Provisorium befürworten:

Wir sagen JA zum Gymi-Provisorium

  1. Das Provisorium ermöglicht einen sanften und abgestuften Einstieg in die neue Rolle als Standtortgemeinde für ein Gymnasium. Es trägt dazu bei, dass die neue Schule langsam zu einem Teil des Dorflebens wird.
  2. Der schrittweise Aufbau des Provisoriums ermöglicht eine Belebung des Dorf-Zentrums und eröffnet neue Perspektiven für das Gewerbe.
  3. Das Provisorium ist die logische Folge des geplanten Gymnasiums am See sowie des Landkaufs durch die Gemeinde am See.
  4. Es geht letztlich um die Bildung unserer Jugend. Fehlt es an Kantonsschulhäusern, werden einfach die Anforderungen für die Mittelschulprüfungen verschärft, bis die Schülerzahl «stimmt»; dies führt zu einem verdeckten Numerus Clausus für unsere Kinder.

Wir sagen NEIN zum Baurechtsvertrag für die Grundstücke altes Gemeindehaus

Die Lobby für Uetikon lehnt eine Abgabe der Grundstücke altes Gemeindehaus (Baurechtsvertrag für 99 Jahre) aus folgenden Gründen entschieden ab:

  1. Die Gemeindehausparzellen sind strategisch wichtiges Land. Diese dürfen ohne triftigen Grund (z.B. finanzieller Engpass der Gemeinde) nicht weggegeben werden. Uetikon wird in den nächsten Jahren stark wachsen und braucht in Zentrumsnähe noch gestaltbaren Raum für künftigen Bedarf. Wir denken etwa an Alterswohnungen – die Lage ist geradezu ideal dafür – oder Entwicklung der Schulinfrastruktur bei steigender Einwohnerzahl. Andere Bedürfnisse der kommenden Jahrzehnte sind aktuell nicht abschätzbar. Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Parzellen heute weggeben werden sollen. So ginge dieser Gestaltungsspielraum verloren. Die Grundstücke sollen als gemeindeeigene Reserve behalten werden.
  2. Die Gemeinde ist nicht auf zusätzliche Einnahmen angewiesen. Die Finanzplanung, welche im Zusammenhang mit dem Erwerb des Grundstückes am See gemacht wurde, hat gezeigt, dass Uetikon nicht auf zusätzliche Einnahmequellen angewiesen ist. Die neuen Wohnungen am See werden zudem gute Steuerzahler bringen.
  3. Die Gemeinde soll nicht dazu beitragen, den bevorstehenden grossen Entwicklungsschub noch weiter zu beschleunigen. Die Lobby befürwortet grundsätzlich eine nachhaltige Entwicklung Uetikons. Sie ist aber der Ansicht, dass aktuell die Grenzen der Dynamik erreicht sind.
    Die kurz vor Abschluss stehenden oder geplanten Überbauungen Scheug, Scheug II, Tramstrasse, Alpenblick, Gseck und Birchweid bringen der Gemeinde mehr als 150 neue Wohnungen. Eine Überbauung des kürzlich durch die Gemeinde gekauften Seeareals bringt weitere geschätzte 200 Wohnungen. Wir erwarten bis 1000 zusätzliche Einwohner(-innen) für Uetikon in den nächsten 10 Jahren. Das Gesicht Uetikons wird sich auch ohne Neu-bauten auf den Gemeindehausparzellen stark verändern.
  4. Es stehen verschiedene Entwicklungsvorhaben an, unter anderem auch eines für das Zentrum Riedsteg im Dorf Ohne Gesamtschau heute Land in Zentrumsnähe wegzugeben, schränkt den Gestaltungsraum unnötig ein.
  5. Die Lobby für Uetikon möchte Alternativen zur Vergabe im Baurecht geprüft haben. Der Bevölkerung wurden keine Alternativen zur Vergabe im Baurecht aufgezeigt. Es gibt sinnvolle und auch längerfristige (Zwischen-) Nutzungen. Dazu zählen die Unterbringung von Flüchtlingen, die Nutzung durch ausserschulische Kinderbetreuung, die Vermietung der bestehenden Wohnungen etc.
  6. Das Vorgehen des Gemeinderates entspricht nicht der demokratischen Kultur. Im Dezember 2013 hat die Gemeindeversammlung deutlich Nein gesagt zu einem Verkauf der Gemeindehausparzellen. Eine Vergabe im Baurecht für 99 Jahre bedeutet für unsere und die Generation unserer Kinder das Gleiche wie ein Verkauf des Landes. Das gleiche Geschäft unter leicht veränderten Vorzeichen, notabene an den gleichen privaten Investor, nach so kurzer Zeit wieder zur Abstimmung zu bringen, ist nicht angebracht. Im Moment ist die politische Agenda besetzt mit den Themen Seeufer und Gymnasium. Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine fundierte Auseinandersetzung der Bevölkerung mit einer so wichtigen Thematik innerhalb von nur vier Wochen nicht möglich.
  7. Die Vergabe von strategisch wichtigem, zentrumsnahen Bauland zu einem „tiefen“ Baurechtszins bringt weder einen Mehrwert für die Gemeinde noch preisgünstige Familienwohnungen. Der Gemeinderat schreibt in den Abstimmungsunterlagen, es entstünden Familienwohnungen. Der vorliegende Vertrag legt dies aber nicht fest. Es besteht keine Garantie, dass erschwingliche Familienwohnungen entstehen.
  8. Die heutige Generation soll künftigen Generationen Gestaltungsraum belassen. Der verfügbare Raum in Uetikon ist knapp und wird noch knapper. Wir möchten auch unseren Kindern noch Gestaltungsraum ermöglichen.

Die Lobby für Uetikon will, dass die Überbauung der Gemeindehausparzellen im Dorf breit diskutiert werden kann und dass viele Stimmbürger(-innen) zur gleichen Einschätzung kommen und  an der Gemeindeversammlung vom 5. Dezember NEIN stimmen werden zum Baurechtsvertrag.

Mehr über die wichtigsten Brennpunkte der Gemeinde Uetikon lesen Sie in unserem Beitrag Visionen für Uetikon 2020.

Zur Baurechtsvorlage hat die Lobby für Uetikon bereits im Oktober öffentlich Stellung genommen. Lesen Sie den Beitrag dazu hier.